08.02.2018, 15:39 Uhr

Hausleiten: Wo alles begann

Das genaue Gründungsjahr der Pfarre St. Agatha ist nicht bekannt, im Jahr 991 wird die Kirche aber erstmals erwähnt.

Die Kirche der Pfarre Sankt Agatha war das erste und lange Zeit einzige Gebäude auf dem Wagram.

HAUSLEITEN. Die Lage der Kirche und ihre urkundliche Beziehung zum Ort deuten darauf hin, dass sie das erste und für lange Zeit auch einzige Gebäude auf dem Wagram war. Die Gründung der Pfarre wird um die Jahre vor 900 vermutet. Lange bevor der Ortsname Hausleiten im 14. Jahrhundert auftaucht, wird in Dokumenten im Jahr 1189 von „Albertus, decanus st. agatha“ berichtet. Später wurde noch "am Wagram" hinzugefügt. Laut "Wikipedia" hatte im Jahr 1324 der Bischof von Passau in Hausleiten 38 Untertanen, der Pfarre gehörten 28 Häuser und eine Mühle. 1350 wurde erstmals die Pfarrschule erwähnt. Am Platz vor der Kirche wurde über Jahrhunderte der Wochenmarkt abgehalten. 1544 blieb der Ort trotz Reformationswirren und den protestantischen Grafen Hardegg katholisch. Im Jahr 1590 gab es in Hausleiten 65 Häuser, wovon 49 dem Bischof gehörten, zehn dem Pfarrer, zwei der Kirche und vier den Grafen Hardegg. 1758 ließ Dechant Gschellhammer den Pfarrhof samt Nebengebäuden erbauen. In den Jahren 1250 bis 1270 fügte man an romanischen Bauresten das Mittelschiff und nördliche Seitenschiff mit frühgotischen Fenstern an. So wurde die Kirche zur dreischiffigen frühgotischen Basilika.

Über 1000 Jahre Urpfarre

Bereits im zehnten Jahrhundert entwickelte sich die Kirche in Hausleiten zum Zentrum (Urpfarre) eines riesigen Seelsorgebezirkes mit 14 Filialkirchen und Kapellen. Der Seelsorgebereich reichte bis Göllersdorf und Hollabrunn.
Der Name „Hausleiten“ taucht erst Anfang des 14. Jahrhunderts auf. Erstmals als "Hausleiten bei St. Agatha". Das Gebiet war aber schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das beweisen Funde in den Orten rund um und in Hausleiten, wo zum Beispiel beim Marienbründl hallstattzeitliche Siedlungsreste gefunden wurden. Zumindest für das Ende der Steinzeit ist entlang des Wagrams ein relativ dichtes Siedlungsnetz nachweisbar.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.