24.01.2018, 00:00 Uhr

Auf der Regionalbahn: Güterzüge rollen wieder zwischen Korneuburg und Ernstbrunn

Bürgermeister Horst Gangl, regiobahn Gesellschafter Robert Neureiter, regionbahn Geschäftsführer Hans Narrenhofer und das Team der Firma Trost GmbH aus Traisen. (Foto: privat)

Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde der Güterverkehr zu den Güterverladebahnhöfen Wetzleinsdorf und Ernstbrunn abgedreht.

ERNSTBRUNN. Warum? Man verlangte den Kunden saftige Zuschläge ab, die Bahntransporte schlagartig unwirtschaftlich machten.

1.600 Tonnen Stahlrohre auf der Schiene

Die regiobahn hat nun mit dem Partner-Eisenbahnverkehrsunternehmen Konzepte entwickelt, die maßgeschneiderte Gütertransporte auf Regionalbahnen ermöglichen sollen. Ein erstes Projekt konnte nun erfolgreich umgesetzt werden: Von 16. bis 19. Jänner rollten 35 Güterwaggons mit 1.600 Tonnen schweren Stahlrohren für eine Gas-Pipeline, die durch das Weinviertel gebaut wird, nach Ernstbrunn, wo sie am Bahnhof bis zu ihrem Einbau zwischengelagert werden. Die regiobahn-Lok "Blaue Elise" schleppte die Züge von Korneuburg nach Ernstbrunn, die Firma Trost GmbH aus Traisen sorgte mit einem riesigen Kran für die Entladung.
Die Leerwagen wurden zurück nach Korneuburg gebracht und rollen von dort zurück nach Griechenland. Der Bundesstraße B6 konnten mit diesem Bahntransport-Projekt 128 LKW-Fahrten erspart werden.

Längster Güterzug auf der Regionalbahn

"Der letzte zurückrollende Leerwagenzug war übrigens der wohl längste Güterzug, der jemals auf unserer Regionalbahn unterwegs war", erzählt regiobahn Geschäftsführer Johann Narrenhofer. "Mit 415 Metern Länge und 540 Tonnen Gewicht war er doch einigermaßen beeindruckend."
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