EU-Wahl 2024
Auch in Liesing finden sich Spuren der Europäischen Union
- Der Liesingbach wird renaturiert – aufgrund einer EU-Richtlinie. Der erste Bauabschnitt wurde zudem von der EU gefördert.
- Foto: MA 45
- hochgeladen von Ernst Georg Berger
Was hat die EU mit dem Bezirk Liesing zu tun? Im Vorfeld zur EU-Wahl am 9. Juni haben wir uns nach den Spuren der Europäischen Union im 23. Bezirk umgesehen. Dabei geht es vor allem um Natur und Umwelt.
WIEN/LIESING. Die EU-Wahl steht an: Am Sonntag, 9. Juni, werden hierzulande die 20 österreichischen Mitglieder des EU-Parlaments gewählt. Bei der Direktwahl können Wahlberechtigte ihre Stimme für eine der kandidierenden Partei abgeben. Vielleicht denkt sich der eine oder andere Liesinger: Was hat die Europäische Union mit mir und meinem Leben im Bezirk zu tun? Mitunter ist die EU für viele eher ein abstraktes Konzept. Manche denken vielleicht, ihre Gesetze, die weit weg von Wien beschlossen werden, hätten keine Auswirkungen auf unser Leben. Tatsächlich aber gibt es einige EU-Projekte und -Förderungen, die auch in Liesing ihre Spuren hinterlassen.
So profitiert der 23. Bezirk besonders in Sachen Natur- und Umweltschutz von EU-Programmen, etwa bei der Renaturierung des Liesingbachs. Das Großprojekt richtet sich nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die im Jahr 2000 vom EU-Parlament verabschiedet wurde. Deren Ziel ist es, die Flüsse, Seen und Grundwasserressourcen vor einer Verschlechterung zu schützen und die Wasserversorgung langfristig zu sichern.
Für Gewässer und Wald
Im Rahmen dieser Richtlinie wird eine Verbesserung der Wasserqualität angestrebt. Genau das passiert auch am Liesingbach: Dort wird künftig ein neuer Entlastungskanal das Schmutzwasser direkt in die Kläranlage leiten, was die Gewässerqualität erhöhen wird. Zudem werden auch noch das Bachbett und seine Umgebung renaturiert.
- Die EU spielt bei der Renaturierung des Liesingbachs eine große Rolle.
- Foto: BV23/Genitheim
- hochgeladen von Lisa Kammann
Ein Teilabschnitt der Renaturierung wurde von der EU gefördert, und zwar die Arbeiten von der Stadtgrenze Kledering bis zur Großmarktstraße, die bis 2006 vorgenommen wurden. Dabei wurden erstmals bei der Renaturierung eines Flusses innovative Maßnahmen umgesetzt.
- Die Arbeit gegen Überfischung von Blue Planet Ecosystems wurde gefördert.
- Foto: Pixabay
- hochgeladen von Lisa Kammann
Auch der Liesinger Teil des Biosphärenparks Wienerwald wird durch die EU geschützt: Mit dem Programm Natura 2000 soll der kostbare Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Im 23. Bezirk gehören der Maurer Wald, das Gütenbachtal und der Zugberg zum Natura-2000-Gebiet. Diesem Programm liegt etwa die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zugrunde, die als zentrales europäisches Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt gilt.
Schutz der Meere
Auch die Forschungsleistung von Unternehmen macht sich bezahlt, etwa für Blue Planet Ecosystems mit Sitz in der Perfektastraße. Um die Meere vor Überfischung zu schützen, hat das Liesinger Unternehmen ein automatisiertes Aquakultursystem entwickelt. Dieses soll die Produktion von nachhaltigem und gesundem Fisch ermöglichen, indem es aquatische Ökosysteme nachbildet – und somit die Produktion von tierischem Eiweiß vom Meer und von der Umwelt entkoppelt. Durch eine EU-Förderung konnte das Produkt optimiert werden.
Alle Infos zur EU-Wahl in Wien gibt es in den Beiträgen unten oder unter www.wien.gv.at Mehr zu EU -Förderungen in Wien findest du hier
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