01.10.2014, 19:31 Uhr

Ein kindersicherer Pool im Garten

Die meisten Kinder sind richtige Wasserratten und lieben Besuche im Schwimmbad. Umso größer ist die Vorfreude, wenn Eltern sich dazu entschließen, einen Pool oder Teich im Garten anzulegen. Doch so schön der Gedanke an ein privates Schwimmbecken auf dem eigenen Grundstück auch ist, so birgt ein Pool auch Gefahren für kleine Kinder.

Es heißt nicht ohne Grund, dass die meisten Unfälle im eigenen Haushalt passieren: Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zählt in Österreich Ertrinken mit zu den häufigsten Todesursachen von Kindern. Deshalb stehen insbesondere Eltern in der Verantwortung, Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe ihres Pools spielen zu lassen.

Zu groß ist das Risiko, dass sie in den Pool fallen. Fakt ist: Aufgrund ihrer schwachen Muskulatur können Kinder unter fünf Jahren ihren Kopf nicht alleine über Wasser halten. Stattdessen verfallen Sie in eine sogenannte Atemsperre und können nicht nach Hilfe rufen. Natürlich müssen Familien deshalb nicht gänzlich auf einen Pool oder Schwimmteich verzichten. Stattdessen muss das Becken kindersicher gemacht werden.

So wird das Becken kindersicher gemacht

Die einfachste Lösung, um einen Pool kindersicher zu machen, ist ein Zaun. Er kann sowohl um den Swimming Pool als auch um ein Schwimmbecken herum aufgestellt werden, sodass Kleinkinder nicht hineinfallen. Damit sie nicht einfach über den Zaun klettern können, sollte er mindestens einen Meter hoch sein. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Material er gefertigt wurde. Wichtig ist nur, dass eine Tür den Zugang zum Pool ermöglicht – und zwar so, dass sie von Kindern nicht geöffnet werden kann.

Alternativ kann man auch eine Alarmanlage für den Pool besorgen. Dabei handelt es sich entweder um ein kleines Gerät, das auf der Wasseroberfläche schwimmt und Alarm schlägt, wenn Wellen entstehen – zum Beispiel wenn das Kind ins Wasser fällt. Oder auch um eine Safety Turtle, mit einem Gürtel oder Armband für Kinder, das bei Wasserkontakt an der Basisstation Alarm schlägt.

Beide Systeme haben den Nachteil, dass sich das Kind bereits im Wasser befindet und vom Zeitpunkt, wenn der Alarm ausgelöst wird, bis zum Zeitpunkt, wenn ein Elternteil zur Hilfe eilt, wertvolle Minuten vergehen, die über Leben und Tod entscheiden können. Deshalb ist ein Zaun die bessere Variante, denn er erhöht die Sicherheit um ein Vielfaches.

Noch ein Checkliste, damit der Badespass (egal wo) nie zum Albtraum wird:

- Lassen Sie ein Kind niemals allein in einem Pool, nicht einmal für wenige Augenblicke.
- Die ständige Aufsicht durch einen Erwachsenen sollte durchgehend gewährleistet sein.
- Verwenden Sie keine schwimmenden Gegenstände als Ersatz für eine Aufsichtsperson.
- Bringen Sie Kindern so schnell wie möglich das Schwimmen bei. Beaufsichtigen Sie aber auch Kinder, die schwimmen können, denn Kinder überschätzen oft ihre Fähigkeiten und bringen sich dadurch in Gefahr.
- Bewahren Sie niemals große, unförmige schwimmende Spielzeuge in und um den Pool auf, sie können Ihnen die Sicht nehmen.
- Verbieten Sie das Laufen im Bereich des Pools.
- Räumen Sie alle Spielzeuge aus dem Pool und dem näheren Poolbereich, sobald diese nicht mehr benötigt werden. Sie können für Kinder zum Anziehungspunkt werden.
- Bringen Sie nach dem Schwimmen wieder alle Sicherheitssperren bzw. Überdachungen an, damit ein Kind nicht versucht sein kann in den Pool zurückzukehren.
- Installieren Sie eine Beckenbeleuchtung, damit der Pool auch in der Nacht gut sichtbar ist.
- Sollte tatsächlich einmal ein Kind abgängig sein, suchen Sie immer zuerst im Bereich des Pools. Im Falle eines Unfalls zählt jede Sekunde.
- Machen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs.

Sicherheit im Öffentlichen Bad

Auch in den Wiener Schwimmbädern gelten diese Regeln!
- Achten Sie auch auf andere Kinder
- Andere Erwachsene sind keine Garantie dass ein Unfall entdeckt wird
- Stellen Sie auch Schwimmbad Regeln auf.
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