09.09.2014, 00:00 Uhr

Sommerferien auf der schönen Donau

Stolzer Faltboot-Kapitän. Bis September will Robert Grafl die Donaumündung am Schwarzen Meer erreichen. (Foto: Grafl)
RAINFELD (mg). 2133 Kilometer schlängelt sich die Donau von Enns bis ins Schwarze Meer. Eine lustige Reise auf einem Dampfer. Doch Robert und Sohn Julian waren in einem kleinen Faltboot unterwegs. "Auf diese Weise können wir Land und Leute viel besser beobachten", so der 42-jährige Rainfelder.

Schock am zweiten Tag

Nach dem ersten Tag bemerkte Robert, dass er mit seinem schwer beladenen Faltboot nicht die geplante Geschwindigkeit erreichte: "Pausenlos zogen andere Paddler an uns vorüber." Doch die Schleuse in Ybbs schloss um 15 Uhr. Bei strömendem Regen gab das Vater-Sohn-Gespann alles und erreichte das Ziel in letzter Minute.

Bootstausch in Aggsbach

Robert rief abends seinen Vater um Hilfe. Mit diesem Faltboot würden sie die lange Reise niemals schaffen. In einem größeren Boot ging es weiter, durch die Wachau, vorbei an der Hauptstadt Wien.

Julian geht von Bord

In Bratislava trafen sich die beiden Seebären wie vereinbart mit Roberts Lebensgefährtin Nora. Nach einem gemeinsamen Stadtbummel hieß es Abschied nehmen. Julian hatte nach zehn Tagen des Paddelns genug von der Donau und fuhr mit Mama heim nach Rainfeld.

Anschluss an Paddlerteam

Robert wechselt wieder seinen schwimmenden Untersatz. Ab Bratislava ist er in einem Einer-Faltboot unterwegs und schließt sich einer Paddler-Gruppe aus verschiedenen Nationen an.

Flucht vor Kernreaktor

Nach Stopps in Visegrad, Budapest und anderen Orten schlug der Rainfelder sein Lager nahe des Atomkraftwerks Paks auf. "Am Abend besuchte uns die Vizebürgermeisterin der 30.000 Einwohner zählenden Stadt und berichtete stolz, dass die Laufzeit der Reaktorblöcke soeben um 60 Jahre verlängert worden sei. Die deutschen und österreichischen Gäste konnten ihre Euphorie nicht teilen", berichtet Robert Grafl.
Die Bezirksblätter werden in zwei weiteren Teilen von den großen und kleinen Abenteuern, die der schneidige Seefahrer auf seiner Reise erlebte, berichten.
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