qujOchÖ entführt in die Welt der Medientheorie
- "Mythos von Theuth" beschäftigt sich mit verschiedensten Medientheorien.
- Foto: qujOchÖ
- hochgeladen von Nina Meißl
Linzer Künstlerkollektiv entwickelte Brettspiel, das beim Ars Electronica Festival vorgestellt wird.
"Mythos von Theuth" erblickt beim diesjährigen Ars Electronica Festival das Licht der Welt. Das von der Künstlervereinigung qujOchÖ entwickelte Spiel wird am Sonntag, den 10. September, um 14 Uhr in der Postcity von vier Persönlichkeiten aus Medienkunst und Medienphilosophie in einer einmaligen Performance gespielt. Von 7. bis 11. September kann das Spiel außerdem vor Ort ausprobiert werden.
Weg zum göttlichen Medium
Zugrunde liegt ein Mythos über die Erfindung der Schrift aus Platons Schrift "Phaidros". Theuth habe gesagt: "Diese Kunst, o König, wird die Ägypter weiser machen und gedächtnisreicher." Das Spiel nimmt dies als Fundament für eine Auseinandersetzung mit Medientheorien von der Antike bis zur Gegenwart. Durch das alte Athen wandernd, sammeln bis zu sieben Personen unterschiedliche Medien und treffen dabei auf Berühmtheiten der Medienphilosophie. Vilém Flusser fährt bis zum Abwinken in die telematische Gesellschaft, Laura Mulvey wirft einen freudigen Blick auf unser Erinnerungsvermögen und Marshall McLuhan erhält endlich seine wohlverdiente „Botschaft”. Über zwölf Stationen hinweg kommen Smartphones, Zeitungen, Legosteine, Schlafmasken, Briefmarken und andere Medien zum Einsatz, um dem von Platon überlieferten Mythos auf die Spur zu kommen. Wer es schafft, mit einer Mischung aus Strategie, Glück und Wissen den Auftrag am schnellsten zu erfüllen, wird am Ende als göttliches Medium verehrt.
Drei Varianten
"Mythos von Theuth" ist in Form eines Brettspiels konzipiert und wird in drei verschiedenen Versionen in Englisch und Deutsch produziert: "Phaedrus" (eine frei verfügbare Version zur Eigenproduktion), "Platon" (eine Standardversion in einer ersten Auflage von 500 Stück um je 45 Euro) und "Theuth" (eine exklusive Version, auf 100 Stück limitiert und von qujOchÖ signiert, je 90 Euro). Bestellungen sind ab 7. September über qujOchOE.org möglich. Das Spiel liegt außerdem in ausgewählten Museumsshops und Buchhandlungen wie im Ars Electronica Center, im Lentos Kunstmuseum Linz, in der Buchhandlung Alex, in der Buchhandlung Fürstelberger oder im Papiertiger auf.
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