Komplementärmedizin ohne schlechtes Gewissen

Sowohl Jutta Flatscher, die den Bereich TCM leitet, als auch Ayurveda-Arzt Ashish Bhalla sind auch schulmedizinisch ausgebildet.
  • Sowohl Jutta Flatscher, die den Bereich TCM leitet, als auch Ayurveda-Arzt Ashish Bhalla sind auch schulmedizinisch ausgebildet.
  • Foto: Haneder
  • hochgeladen von Gabriele Hametner

"Wenn zum Beispiel Krebspatienten neben der Chemotherapie auch noch Komplementärmedizin wie TCM oder Ayurveda in Anspruch nehmen wollen, sitzen sie oft zwischen den Stühlen. Sie haben ohnehin schon Angst und verheimlichen ihrem Onkologen, dass sie beispielsweise noch mit Kräutern arbeiten. Im Elisana schaffen wir mit der Verschränkung des Angebotes mit dem Krankenhaus der Elisabethinen den Brückenschlag zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin", sagt Martin Bischof, Geschäftsführer von forte Fortbildungszentrum der Elisabethinen. Das Konzept ist österreichweit einzigartig, wird aber gut angenommen.

Gefahr: Therapie wird verheimlicht

Genau das verheimlichen von Behandlung ist schlecht. "Kräuter können die Wirkung von Chemotherapie aufheben oder sogar gefährlich verstärken", sagt TCM-Ärztin Jutta Flatscher. Deswegen sei es so wichtig, dass Schulmedizin und andere Therapieformen zusammenarbeiten. "Es geht darum, dass wir für den Patienten die beste Behandlung finden. Dafür muss man auch die Grenzen seiner Methoden sehen und im Netzwerk mit anderen Therapieformen arbeiten", sagt Ayurvedaarzt Ashish Bhalla. Beide Ärzte können diesen Brückenschlag ermöglichen, da sie auch die schulmedizinische Ausbildung abgeschlossen haben. Während einige Bereiche des Elisana bereits im Herbst 2013 gestartet wurden, ist Bhalla mit seinem Ansatz von Ayurveda in Verbindung mit Yoga, erst seit Kurzem im Team.

Österreichweit einzigartig

Mit dieser Verschränkung von Schul- und Komplementärmedizin gelingt dem elsiana und dem Krankenhaus der Elisabethinen ein österreichweit bisher einzigartiges Angebot. Dementsprechend die Nachfrage: Die knapp 20 Ärzte und Therapeuten betreuen pro Woche knapp 50 Patienten und sind gut ausgelastet. Die Krankenkasse unterstützen die Therapien allerdings nur zum Teil. Für ein halbes Jahr muss man zwischen 300 und 600 Euro kalkulieren.

Offizielle Eröffnung am 23. April

Interessierte sind eingeladen am Mittwoch, 23. April, zwischen 15 und 18 Uhr ins Elisana in der Museumstraße 31a zu kommen. Im Gebäude des forte Fortbildungszentrums der Elisabethinen gibt es die Möglichkeit sich im gemütlichen Rahmen Informationen bei Ärzten und Therapeuten zu holen. Außerdem gibt es ein Buffet mit ayurvedischer und 5-Elemente-Küche. Zwischen 16 und 17 Uhr halten Jutta Flatscher, sowie Ashish Bhalla und Christian Wolf Kurzvorträge zu ihren Fachgebieten.

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