Linza G'schichten
"Der beste Job der Welt"

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LINZ. Zebras, Emus, Kängurus und Lemuren sind die Schützlinge von Tierpflegerin Julia Löffler im Linzer Zoo.

„Ich wollte schon immer Tierpflegerin werden“, sagt Julia Löffler. Seit bereits neun Jahren arbeitet sie im Linzer Zoo. Am schönsten findet sie an ihrem Beruf den Kontakt mit den Tieren und das Arbeiten an der frischen Luft. „Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was ich in einem Büro machen sollte. Es ist einfach super, mit Tieren zu arbeiten, egal was das für Tiere sind.“ Winter oder Sommer spielt keine Rolle – Hauptsache, draußen. „Ich bin dann im Sommer auch immer die Erste, die braun ist, weil ich nur draußen arbeite.“ Um den Beruf des Tierpflegers zu erlernen, absolviert man entweder die Tierpflegeschule in Wien oder macht eine Lehre im Tiergarten, beides dauert drei Jahre. Hat man schon Praxiserfahrung, kann man auch einen einjährigen Kurs am Wifi oder Bfi belegen. „In der Lehre bekommt man viel Praxiserfahrung und in der Schule hat man mehr Theorie. Wer mit Tieren arbeiten möchte, muss sich vor allem aber auf viel Dreck und Kot einstellen", erzählt Julia. „Meine Arbeit besteht zu zehn bis 20 Prozent aus Füttern und der Rest ist ausmisten, ausmisten, ausmisten. Wenn jemand mal in einen Haufen reintritt, dann sagen wir, wir haben schon mal die Konsistenz getestet. Da haben wir immer eine Riesengaudi.“

"Jedes Tier ist anders"

„Ich finde am spannendsten an dem Beruf, dass du dich auf jedes Tier anders einstellen musst. Ich muss mit den Erdmännchen etwa anders umgehen als mit den Zebras. So wird’s nicht fad.“ Zurzeit macht Löffler mit den Tieren ein „Klicker-Training“, damit diese leichter zu "handhaben" sind. Durch Klick-Geräusche kann man den Tieren Befehle, Tricks oder eine bestimmte Verhaltensweise antrainieren, damit sie etwa für den Arztbesuch ruhiger bzw. leichter zu untersuchen sind. „Das ist einfach furchtbar interessant, wenn man mittels Training ein Tier gezielt auf eine Waage setzen kann und man sieht, wie intelligent die eigentlich sind. Das sind so Momente, wo mein Herz aufblüht.“ Wenn man schon etwas länger in dem Beruf arbeitet, wird die Angst vor den Tieren schnell weniger. „Wenn man dann bei Antilopen im Gehege steht und die kommen her und wollen was essen, dann bist du Auge in Auge mit dem Tier und das ist schon cool. Oder wenn man dann direkt mit einem Zebra arbeitet, das ist der Wahnsinn. Ich finde, ich habe den besten Job der Welt.“

Futterspezialist Panda

Julia Löffler versorgt bzw. pflegt täglich etwa 30 Tiere. Darunter befinden sich Sträuße, Kängurus, Emus, Hirsche, Tebras oder Erdmännchen. Der Ablauf ist grundsätzlich der selbe bei jedem Tier. Zuerst ausmisten und dann füttern. Manche Tiere brauchen jedoch eine Sonderbehandlung, wie etwa Pandas, denn die sind Futterspezialisten. Für Pandas ist Bambus lebenswichtig und deshalb wird über das übliche Obst und Gemüse zerstampfter getrockneter Bambus gegeben. "So schmeckt denen das Essen auch gleich viel besser", weiß Löffler.

Eigenheiten der Tiere

"Die Zebras sind immer witzig, wenn sie rauskommen und ihre ,narrischen fünf Minuten’ haben. Da rennen sie draußen im Kreis und pupsen wie die Wahnsinnigen. Das schaut lustig aus.“ Bei manchen Tieren kann es aber auch gefährlich werden, wie zum Beispiel bei den Emus. „Wenn wir in das Gehege gehen, brauchen wir einen Besen für den Selbstschutz. Ein halbwüchsiger Emu hat einem Kollegen schon mal die Nase gebrochen.“

Autor:

Sophia Jelinek aus Linz

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