Kosten tragen alle mit
Illegale Sperrmüllablagerung in Wohnsiedlung ärgert Bewohner
- In der Kopernikusstraße steht Sperrmüll oft lange Zeit vor den Häusern.
- Foto: Malesevic/privat
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In der Kopernikusstraße macht sich unter den Bewohnerinnen und Bewohnern Unmut breit: In letzter Zeit würde es dort gehäuft Fälle von illegaler Sperrmüllablagerung geben. Die Wohnungsgenossenschaft kennt die Problematik und versucht, sie in den Griff zu bekommen. Teilweise seien ihr aber rechtlich die Hände gebunden.
LINZ. Sperrmüll vor den Häusern, neben Mülltonnen und auch in den allgemeinen Kellerräumen sowie in den Treppenhäusern: In der WAG-Siedlung in der Kopernikusstraße gehört dieser Anblick längst zum Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Beschwerden an die Hausverwaltung hätten nicht gefruchtet. Einige haben sich deshalb an FPÖ-Gemeinderat Zeljko Malesevic gewandt. „Ich bin über die Zustände in der Siedlung entsetzt. An vielen Stellen liegt Sperrmüll herum. Sogar in den Wohngebäuden stehen alte Möbelstücke, die laut Anrainern bereits seit ein bis zwei Jahren dort lagern würden", so Malesevic nach einem Besuch vor Ort.
- Zum Ärgernis der Bewohner werden für die Lagerung häufig die allgemeinen Keller- und Abstellräume genutzt.
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"Rechtlich keine Handhabe" bei Sperrmüll im Stiegenhaus
Bei der Wohnungsgenossenschaft sei man sich auf MeinBezirk-Anfrage der Thematik bewusst. Illegale Sperrmüllablagerungen kämen leider häufig vor, heißt es seitens WAG. Von besonders vielen Beschwerden aus der Kopernikusstraße ist allerdings nichts bekannt. Den vor den Häusern abgestellten Sperrmüll lasse man regelmäßig entsorgen, allerdings "bewusst nicht sofort, um nicht einen gegenteiligen Effekt zu erzielen und den Menschen zu suggerieren, dass alles umgehend abgeholt wird", so WAG-Pressesprecher Hadmar Hölzl. Die Kosten für die Entsorgung würden über die Betriebskostenabrechnung bedauerlicherweise von allen Mieterinnen und Mietern getragen werden. Bei den herrenlosen Möbeln in den Häusern sehe die Sachlage laut WAG anders aus. "Hier haben wir rechtlich keine Handhabe", meint Hölzl, "die Möbel dürfen von uns nicht einfach entfernt werden, da sie uns nicht gehören." In der Vergangenheit habe man damit schon Probleme mit den Besitzern gehabt, darum würde man diese nicht mehr "einfach so" entsorgen.
- Auch in den Treppenhäusern wird häufig Sperrmüll gelagert. Die Wohnungsgesellschaft darf diesen jedoch nicht so einfach entsorgen.
- Foto: Malesevic/privat
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"Sperrmüllablagerung ist höchst unsolidarisch"
Bei der städtischen GWG hat man ähnliche Probleme. "Auch in unseren Anlagen müssen wir häufig illegalen Sperrmüll entsorgen lassen, obwohl eine Abholung durch die Linz AG einfach und kostenlos möglich wäre", so GWG-Geschäftsführer Nikolaus Stadler. Auch in den Stiegenhäusern, Kellern und Gemeinschaftsräumen würde es immer wieder vorkommen, dass Möbel, Fahrräder und Sonstiges deponiert würden. "Hier gibt es jedoch feuerpolizeiliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Vor der Haustüre darf sich eigentlich nur eine Fußmatte befinden", so Stadler, "wir informieren unsere Mieterinnen und Mieter darüber schriftlich und geben eine Frist vor, in der die Gegenstände entfernt werden müssen. Passiert das nicht, werden sie von uns abgeholt, eine Zeit lang eingelagert und schließlich entsorgt." Das würde natürlich Aufwand und Kosten verursachen, die von allen Mieterinnen und Mietern getragen werden müssen. "Illegale Sperrmüllablagerung ist somit höchst unsolidarisch", meint Stadler.
- Laut FPÖ-Gemeinderat Zeljko Malesevic häufen sich die Beschwerden über Müllprobleme in der Kopernikusstraße.
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