ÖAMTC: "Linz braucht Stau-Management"

Um den Umstieg zu erleichtern, müssten auch Pendlergemeinden besser eingebunden werden. Foto: chris-m/Fotolia
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  • hochgeladen von Johannes Grüner

LINZ (jog). Stau auf den Straßen, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, Streit um Parkgebühren, fragliche Finanzierung von Park-and-Ride-Anlagen, die unendliche Geschichte rund um den geplanten Westring – der ÖAMTC sieht Handlungsbedarf für die Verkehrssituation im Großraum Linz. "Es gibt viele Mitspieler und keine übergeordnete Regulierung. Es braucht ein Management, das alle – von Land, Stadt bis Asfinag und ÖBB – an einen Tisch bringt“, sagt ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer. Dafür fehle aber derzeit die rechtliche Struktur. In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Gesamtverkehrskonzepte für Linz präsentiert, viele der Ideen blieben aber in der Schublade. "Um die Situation zu Stoßzeiten zu entschärfen, ist eine andere Verteilung vom Verkehrsmix notwendig", sagt ÖAMTC-Präsident Karl Pramendorfer.

Bus und Bahn unbeliebt
40 Prozent der Linzer nehmen derzeit den Pkw, um an ihren Arbeitsplatz zu kommen. Bus und Bahn sind besonders bei Pendlern wenig beliebt, wie eine aktuelle Spectra-Studie zeigt. Obwohl 80 Prozent der Befragten einen Öffi-Anschluss in der Nähe haben, verweigert die Hälfte von ihnen den Umstieg. „Zum einen ist die S-Bahn nicht für alle erreichbar, zum anderen sind die Züge zu bestimmten Zeiten überfüllt. Der Hauptbahnhof bildet die Endhaltestelle sämtlicher Linien. Das Resultat ist ein großer Andrang in Richtung der weiterführenden Verkehrsmittel. Um diesen Staupunkt zu entschärfen, sollten die Züge am Hauptbahnhof nur zwischenhalten", so Thurnhofer.

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