Mord in Linz
Polizei geht von "Home Invasion" aus

Die Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Mord in der Linzer Harrachstraße laufen auf Hochtouren. Aktuell geht die Polizei von einer "Home Invasion" aus. | Foto: Team Fotokerschi.at (Symbolfoto)
  • Die Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Mord in der Linzer Harrachstraße laufen auf Hochtouren. Aktuell geht die Polizei von einer "Home Invasion" aus.
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Im Zusammenhang mit dem Mord in Linz Mitte Jänner gab das Landeskriminalamt Oberösterreich (LKA OÖ) heute neue Informationen bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte es sich um eine "Home Invasion" gehandelt haben.

Mord an 49-jährigen Linzer soll sorgfältig geplant worden sein

LINZ. In der Linzer Harrachstraße wurde am 19. Jänner ein 49-Jähriger gefesselt und mit schweren Verletzungen übesäht tot in seiner Wohnung entdeckt. Seitdem laufen die Ermittlungen auf Hochtouren – MeinBezirk berichtete. Heute informierte das LKA OÖ über den neuen Ermittlungsstand: es dürfte sich um eine "Home Invasion" gehandelt haben. Es wird davon ausgegangen, dass sich der oder die Täter in räuberischer Absicht Zutritt zur Wohnung verschafften und das Opfer durch massive Gewaltanwendung zur Herausgabe von Wertgegenständen zwangen, heißt es in der offiziellen Aussendung. 

Polizei wertet Überwachungsvideos und Kommunikationsdaten aus

Mobiltelefon des Mordopfers nicht gefunden

Zudem bestätigten die Ermittler, dass das Mobiltelefon des Opfers offenbar von den Tätern mitgenommen wurde. Zuletzt war das Mobiltelefon zur Tatzeit in den Abendstunden des 17. Jänner 2026 im Mobilfunknetz eingeloggt. Das Opfer habe in der Vergangenheit überwiegend über einen Messenger-Dienst kommuniziert, auf welchen die Behörden keinen Zugriff haben. "Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass es für Anbieter von Messenger-Diensten bei schwerwiegenden Straftaten verpflichtend sein sollte, bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen. Ohne die entsprechenden Tools für die Kriminalpolizei, wird es uns immer schwieriger gemacht, Verbrechen aufzuklären", sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl.

Ermittlungen zeitaufwändig und schwierig

Dass die Tat – wie zunächst vermutet – mit der Bestellung einer Pizza und dem Besuch einer unbekannten Person zusammenhängt – ist laut LKA OÖ nicht auszuschließen. Deshalb wird auch in diese Richtung derzeit ermittelt. Der Tatort wurde zudem von einem Kriminalpsychologen untersucht, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Polizei weist zudem erneut auf die aufwändigen und schwierigen Ermittlungen in Zusammenhang mit der Auswertung von Telekommunikationsdaten und Videomaterial aus Überwachungskameras in der Umgebung des Tatorts hin.

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