Hochwasserschutz
Projekt mit Linzer Volksschule am Haselgraben
- Den Schülerinnen und Schülern wurde auf spielerische Weise vermittelt, wie wichtig der Gefahrenzonenplan ist und welche Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser im Haselgraben umgesetzt wurden.
- Foto: WLV
- hochgeladen von Julia Höllhuemer
Das Hochwasserschutzprojekt der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) am Haselgraben dient zum Schutz des Gebiets Linz-Urfahr. Am 2. Juli war eine Linzer Volksschulklasse vor Ort und lernte die Bedeutung von Schutzmaßnahmen und Gefahrenzonenplan kennen.
LINZ. Im Zuge des Hochwasserschutzprojekts wurde das Bachbett des Haselgrabens verbreitert. Ebenso wurde die Bachsohle abgesenkt und hydraulische Engstellen beseitigt. Dadurch erhöhten sich die Abflussleistung und Hochwassersicherheit deutlich. Gleichzeitig wurden die ursprünglichen Sohlschwellen und Sohlabstürze entfernt, wodurch die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers hergestellt und wertvolle Strukturen und Lebensräume im Gewässer geschaffen werden konnten.
Erholungsorte am Wasser entstanden
Die Anrainer:innen freuen sich seither über die verbesserte Zugänglichkeit des Gewässers und die entstandenen Erholungsräume. Davon profitieren allen voran die Siedlungsgebiete entlang des Haselgrabens sowie zahlreiche Wohnhäuser, Betriebe und Infrastruktureinrichtungen in Linz-Urfahr. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land Oberösterreich, der Stadt Linz sowie den Gemeinden Hellmonsödt, Kirchschlag bei Linz, Altenberg und Lichtenberg.
- Im Zuge des Schutzprojektes wurde die Hochwassersicherheit entlang des Haselgraben erhöht und Erholungsräume für die Bevölkerung geschaffen.
- Foto: WLV
- hochgeladen von Julia Höllhuemer
Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) lobt das Projekt: "Die Revitalisierung des Haselbachs verbessert sowohl den Hochwasserschutz als auch die Biodiversität. Gleichzeitig schafft sie für Kinder und Erwachsene zugängliche Wasserplätze, die gerade im Sommer als unmittelbare Rückzugsorte zur Kühlung dienen."
Gefahrenzonenplan hilft bei Planung
Als Grundlage für die Raumplanung sowie für das Bau- und Sicherheitswesen dient der Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung. Er weist diejenigen Bereiche aus, die wegen Naturgefahren wie Wildbächen, Lawinen, Steinschlag oder Rutschungen gefährdet sind.
Unterschieden wird zwischen roten und gelben Gefahrenzonen sowie blauen, braunen und violetten Hinweis- und Vorbehaltsbereichen. Während rote Zonen als nicht oder nur sehr eingeschränkt besiedelbar gelten, sind in gelben Zonen Bauten unter Auflagen möglich. Braune Bereiche weisen auf lokale Gefahren wie Steinschlag oder Rutschungen hin. Blaue und violette Flächen dienen der Freihaltung für Schutzmaßnahmen oder dem Erhalt natürlicher Schutzfunktionen.
- Stadträtin Eva Schobesberger (3. von links) und Georgios Kyriazis (links, Bereichsleiter Wasserbau) mit WLV-Gebietsbauleiter Harald Gruber (4. von links), Sektionsleiter Christian Pürstinger (3. von rechts) und dem Team der WLV.
- Foto: Selina Damm
- hochgeladen von Julia Höllhuemer
Aktuelle Nachrichten aus Linz auf
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.