13.06.2017, 10:24 Uhr

Blutspenden – kleiner Pieks mit großer Wirkung

Rund vier Prozent der Oberösterreicher spenden Blut. Im Sommer kommt es öfter zu Engpässen. Foto: Gina Sanders/Fotolia
Linz: LINZ | LINZ (gap). "Eine Blutkonserve kann maximal 42 Tage gelagert werden", sagt Oberarzt Gerhard Schuster, Leiter des Blutspendedienstes in Linz. In der Sommer- und Urlaubszeit, in der erfahrungsgemäß weniger gespendet wird, kommt es daher immer wieder zu Engpässen. Die Blutzentrale Linz versorgt sämtliche Krankenhäuser in Oberösterreich mit den oft dringend benötigten Blutkonserven. "Man verlässt sich auf uns. Wir sind wiederum zu 100 Prozent auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen", so Schuster. Rund vier Prozent der Oberösterreicher spenden Blut. "Wir würden uns wünschen, dass es im städtischen Bereich noch etwas mehr Blutspender gibt, die besonders während der gesamten Sommermonate vorbeikommen. Selbst eine Spende pro Jahr wäre eine große Hilfe für viele Blutkonservenempfänger", so der Oberarzt. Neben dem guten Gefühl, mit seiner Spende wirklich helfen zu können, erhält der Spender neben einem Blutgruppenausweis eine Blutanalyse sowie einen Blutbildbefund.

In zehn Minuten erledigt

Vom vollendeten 18. bis zum 70. Lebensjahr kann jeder spenden. "Man sollte lediglich über 50 Kilo schwer und bei guter Gesundheit sein", so Schuster.
Über eine einzuhaltende Frist bei Urlaubsrückkehr, nach Tätowierungen, Krankheiten oder einem Zeckenbiss gibt die Blutzentrale unter der Telefonnummer 0732/777000 Auskunft. Der Spendenvorgang selbst nimmt lediglich zehn Minuten in Anspruch. Danach sollte man rund 30 Minuten ausruhen und körperliche Anstrengung für den restlichen Tag vermeiden. Von Montag bis Freitag, von 7 bis 15 Uhr sind die Tore der Blutspendezentrale offen. Einen Lichtbildausweis sollte man immer dabeihaben. "Wer ein- bis zweimal im Jahr Blut spendet, der tut wirklich etwas ganz Gutes und leistet damit wertvolle medizinische Hilfe", so Schuster. Wer noch etwas mehr tun möchte, der kann auch Blutplättchen spenden. Auch diese werden von Spitälern dringend benötigt. Als kleinen Anreiz erhält man bei dieser Spende zusätzlich eine finanzielle Aufwandsentschädigung.
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