23.03.2016, 00:00 Uhr

Linzfest: Neues, innovatives Konzept gefragt

Das Linzfest ist eine der wenigen Veranstaltungen, die Kunst ohne die Barriere des Konsumzwangs zugänglich macht. (Foto: a_kep/subtext)

Die Ankündigung, dass das Linzfest heuer zum letzten Mal stattfinden könnte, hat in der Stadt für Wirbel gesorgt. Das Festival soll jedoch nicht ersatzlos gestrichen werden.

Nach 26 Jahren könnte heuer Schluss sein mit dem Linz-Fest. Seit 1990 gibt es die Open-Air-Veranstaltung mit Musik, Theater, Literatur, Picknick und Kinderprogramm. Lange genug, wenn es nach Bürgermeister Klaus Luger geht: "Das Linzfest ist in die Jahre gekommen. Inzwischen gibt es viel mehr kostenlose Konzerte im öffentlichen Raum als vor 26 Jahren und das Linzfest hat kein Alleinstellungsmerkmal mehr." Luger möchte daher über eine Neuausrichtung des Festivals nachdenken.


Neues Konzept statt ersatzlose Streichung

Unterstützung dafür kommt von der Linzer FPÖ, die sich Feste in den Stadtteilen wünscht. Luger hingegen denkt eher an ein völlig neuartiges, innovatives Konzept. Das kann sich auch Kulturstadtrat Bernhard Baier vorstellen: "Die Entwicklung des Linzfests ist stabil. Das Nachdenken über Innovationen ist jedoch immer wünschenswert." Baier selbst spricht sich für neue Kunst-Formate im öffentlichen Raum vor, auch in Form eines Festivals. Der Kulturstadtrat kündigt an, in den kommenden Wochen Gespräche mit allen Fraktionen sowie mit dem Kulturausschuss zu führen. Eine Entscheidung soll bis zum Sommer fallen – schließlich braucht die Planung eines Festivals auch genügend Vorlaufzeit.

Widerstand auf Facebook

In der Bevölkerung regt sich jedenfalls bereits Widerstand gegen eine ersatzlose Streichung des beliebten Festivals. Übers Wochenende sammelte die neue Gruppe "Linzfest bleibt" knapp 1700 Likes. Die Mitglieder finden: "Eine Abschaffung ist der völlig falsche Weg, wir brauchen mehr Kunst im öffentlichen Raum, nicht weniger!"
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