07.11.2017, 08:34 Uhr

Moorsanierung

© Julia Kropfberger
In einem kleinen Moor im Oberen Mühlviertel, welches sich im Besitz des Naturschutzbundes befindet, rollte in der vergangenen Woche der Bagger. Aber nicht zu Ungunsten der Natur, sondern für den Lebensraum- und Artenschutz am Grünen Band Europas.

Moore sind äußerst wertvolle, aber auch sehr seltene Lebensräume, Heimat für stark gefährdete, hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Infolge ihrer Wasser- und Kohlendioxid-Speicherkapazität erfüllen sie eine wichtige Aufgabe im Hochwasser- und Klimaschutz. In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Moore entwässert bzw. aufgeforstet. Die meisten der heute in Oberösterreich noch vorhandenen Moore gelten als vom Menschen beeinträchtigt.

Wasserhaushalt des Moores verbessern

Bei kalter Witterung und erstem Schneetreiben wurden unter Aufsicht des Moorexperten des Naturschutzbundes alte Entwässerungsgräben verschlossen und Grabensperren aus Lärchenholz eingesetzt, um den Wasserhaushalt des kleinen Moores im Böhmerwald zu verbessern.

Das Moor, welches im Rahmen der Aktion "Naturfreikauf" des Naturschutzbundes gesichert werden konnte, ist ein Hotspot der Tier- und Pflanzenwelt, ein kleines Juwel am Grünen Band. Es ist eine der letzten von ehemals vielen feuchten Böhmerwald-Moorwiesen, welche bisher nicht vollständig der Entwässerung und Aufforstung zum Opfer gefallen ist, und daher besonders erhaltenswert.
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