13.02.2018, 15:35 Uhr

Oktav: Das Spotify der Noten

David Kitzmüller ist bei den 120 Sekunden dabei. (Foto: Oktav)

David Kitzmüller und Toni Luong haben den ersten Streamingdienst für Noten entwickelt.

"Ich bin leidenschaftlicher Musiker", sagt David Kitzmüller von sich selbst. Diese Leidenschaft war auch sein Antrieb, einen sicheren Job als Marketingleiter aufzugeben, um sich mit seiner Geschäftsidee selbstständig zu machen. "Jeder, der Klavier spielt weiß, dass es oft schwer und teuer ist, an gute Noten zu kommen", so Kitzmüller. Mit der Plattform "Oktav" will er Musikern diesen "Suchschmerz" nehmen. Preislich orientiert sich Oktav an Erfolgsmodelle wie Netflix oder Spotify. "Für einen Betrag von 9,90 Euro kann auf das gesamte Notenangebot zugegriffen werden." Ähnlich wie bei den großen Vorbildern kann Oktav monatlich gekündigt werden. "Zudem können bei uns pro Monat zwei Noten heruntergeladen werden", so der Jungunternehmer. Eine weitere Besonderheit von Oktav ist, dass Noten sowohl dem eigenen Fähigkeiten als auch dem eigenen Musikgeschmack vorgeschlagen werden. "Man kann auch einstellen, ob man erst vor wenigen Jahren Klavierspielen gelernt hat oder bereits Virtuose ist. Und natürlich wird auch der Lernfortschritt berücksichtigt", so Kitzmüller.

Exklusives Angebot
Mittlerweile arbeitet Kitzmüller seit mehr als eineinhalb Jahren an seiner Idee. Seit Herbst 2017 hat er mit Toni Luong einen Partner an seiner Seite. Gegen Jahresmitte sollen dann auch die ersten Mitarbeiter folgen. Auf Investoren wird verzichtet, Kitzmüller will aus eigener Kraft den "Proof of Concept" erbringen. "Wir gehen Anfang März online. Unser Ziel ist es, im ersten Jahr 1.000 zahlende Kunden zu haben." Mit 130.000 aktiven Klavierspielern in Österreich ist der Markt dafür sicher da. Danach wartet die große Welt. "Es gibt viele attraktive Märkte für unsere Plattform, etwa Großbritannien oder die USA", so Kitzmüller. Entscheidend für den Erfolg ist ein entsprechendes Angebot an unterschiedlichen Noten. "Global gesehen gibt es zehn Notenverleger, einen davon haben wir bereits im Boot, mit einem zweiten verhandeln wir gerade", so Kitzmüller. Dadurch ergibt sich eine große Auswahl, mit der sich auch das Hauptziel von Oktav umsetzen lässt. "Wir wollen den Leuten helfen, dass sie mehr Spaß beim Musizieren haben."
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