Kommentar
Wie Margareten den rechtsextremen Identitären das Vorglühen vermiesen will
- MeinBezirk-Redakteur Nathanael Peterlini findet es wichtig, dass Margareten mit einem Straßenfest den Identitären signalisiert: "Das ist unser Bezirk".
- Foto: Max Spitzauer
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Die Erstausgabe im vergangenen Jahr war ein Erfolg, heuer findet es wieder statt. Am Vortag des rechtsextremen Aufmarsches feiert Margareten ein Straßenfest direkt vor dem Identitärenkeller. MeinBezirk-Redakteur fasst die Situation zusammen.
WIEN/MARGARETEN. Wenn man an der Ramperstorffergasse 31 vorbeispaziert, erahnt man nicht, welche Gruppierung den Keller bezieht. Kein Aushängeschild macht für das Treiben im Lokal Reklame, keine Poster zieren die Kellerfenster, sondern Gitter.
Lediglich ein paar antifaschistische Graffitis an der Hausfassade lassen vermuten: In den Räumlichkeiten haust die rechtsextreme Identitäre Bewegung Österreich. Ganz so unauffällig, wie es der Keller von außen vermuten lässt, ist der Verein nicht.
Grätzlbewohner fühlen sich unwohl
Vor wenigen Wochen wurde auf der Straße vor dem Lokal ein Mann verprügelt, eine Anrainerin war sich sicher, die Identitären erkannt zu haben. Ermittelt wird nicht, da sowohl Opfer als auch Täter beim Eintreffen der Polizei verschwunden waren.
- Das Straßenfest des vergangenen Jahres war ein Erfolg.
- Foto: René Brünholzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Ein Einzelfall war das agressive Auftreten des Vereins wohl nicht. Der Standard berichtete von zahlreichen Bewohnerinnen und Bewohnerinnen des Hauses oder des umliegenden Gebiets, die sich wegen der Identitären Bewegung Österreich unwohl fühlen.
Ihren Höhepunkt feiern die Identitären Ende Juli: Die Bewegung lädt Rechtsextreme aus ganz Europa zu einem Aufmarsch nach Wien, vorgeglüht wird in Margareten. Mit einem Straßenfest will der Bezirk heuer zum zweiten Mal signalisieren: "Wir geben euch unseren Raum nicht." Mehr zum Fest liest du unten.
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