Am Loquaiplatz
Die Agora der Medienmittelschule wurde umgestaltet

Der Schulhof wurde um mobile Tore ergänzt. | Foto: Christian Fürthner
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  • Der Schulhof wurde um mobile Tore ergänzt.
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Der Schulhof der Medienmittelschule in Mariahilf erstrahlt seit Kurzem in neuem Glanz. Die Umgestaltung ist in Form eines Beteiligungsprozesses entstanden. Neu sind etwa mobile Tore sowie eine Sitztribüne. 

WIEN/MARIAHILF. Ein Pausenhof ist normalerweise ein Ort für Gespräche, Bewegung und Erholung zwischen den Unterrichtsstunden. An der Medienmittelschule am Loquaiplatz 4 wurde dieser Ort in den vergangenen Monaten jedoch zu einem Projekt, in dem nicht nur gebaut, sondern vor allem entschieden wurde – gemeinsam.

Die Schule nahm am Programm "Demokratieschule Wien“ teil. Dahinter steht eine Initiative der Stadt Wien, umgesetzt vom Verein Wiener Jugendzentren. Ziel ist es, demokratische Prozesse im Schulalltag praktisch erfahrbar zu machen. Demokratie bedeutet hier nicht nur ein Wort aus dem Unterricht, sondern das gemeinsame Treffen von Entscheidungen.

Raum für Begegnung

Der Ausgangspunkt des Projekts war die Idee der „Agora“. Der Begriff stammt aus dem antiken Griechenland und beschreibt einen öffentlichen Platz, an dem Menschen zusammenkommen, diskutieren und entscheiden. Genau in diese Richtung sollte sich auch der neue Schulhof entwickeln: als Raum für Begegnung und Mitgestaltung.

Zum neu gestalteten Schulhof gehört eine neue Sitztribüne. | Foto: Christian Fürthner
  • Zum neu gestalteten Schulhof gehört eine neue Sitztribüne.
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In allen Klassen wurden sogenannte Klassenräte eingerichtet. Das sind regelmäßige Gesprächsrunden, in denen Schüler Vorschläge einbringen und diskutieren. Aus diesen Runden wurden Delegierte gewählt, die die Ideen weiterverfolgten und gemeinsam mit einem Planungsteam ausarbeiteten.

Dabei zeigte sich auch, dass nicht alle Wünsche umsetzbar waren. Technische, räumliche oder organisatorische Grenzen führten dazu, dass Vorschläge angepasst oder gestrichen werden mussten. Diese Entscheidungen wurden erklärt und gemeinsam besprochen.

Kleine Bühne

Eine Schülerin schilderte ihre Eindrücke: "Es war überraschend, wie formell das Ganze ablief. Mit Wahlkabinen und Stimmzetteln hat es sich richtig ernst angefühlt.“ Schulleiter Reinhard Bauer sieht darin einen wichtigen Lernprozess: "Demokratie muss im Alltag geübt werden, damit sie verstanden wird. Nur so kann man Verantwortung wirklich übernehmen.“

Am Ende des Projekts steht ein neu gestalteter Schulhof, der das Ergebnis eines längeren Beteiligungsprozesses ist. Zum neu gestalteten Schulhof gehört eine neue Sitztribüne, die nicht nur als Sitzgelegenheit dient, sondern bei Schulveranstaltungen auch als kleine Bühne verwendet werden kann.

Außerdem gibt es mobile Tore, die für sportliche Aktivitäten auf- und abgebaut werden können und den Hof flexibler für verschiedene Pausensituationen machen. Insgesamt wurde der Schulhof so geplant, dass er nicht nur ein fixer Aufenthaltsort ist, sondern je nach Bedarf unterschiedlich genutzt werden kann – etwa für Bewegung, Treffen oder gemeinsame Veranstaltungen. Die Veränderungen im Raum spiegeln dabei die zuvor geführten Diskussionen und Entscheidungen wider.

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