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Mit diesen Tipps wird auch dein kleiner Garten zum grünen Biotop
- Nachhaltig gärtnern heißt: planen, was wirklich passt, Wasser bewusst einsetzen und der Natur Raum geben – für einen Garten, der lange Freude macht.
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Unsere Gärten verändern sich. Was früher einfach nur schön aussehen sollte, muss heute deutlich mehr leisten: mit Hitze zurechtkommen, Wasser sparen und trotzdem ein Ort bleiben, an dem man sich gern aufhält.
MATTERSBURG/EISENSTADT. Nachhaltige Gartengestaltung beginnt dabei nicht mit großen Plänen, sondern mit ein paar guten Entscheidungen. Wer Beete neu anlegt oder Flächen umgestaltet, stellt die Weichen für viele Jahre. Hilfreich ist eine klare Einteilung: Was soll blühen, was darf „einfach wachsen“, wo wird es im Sommer besonders heiß? Heimische Pflanzen, die zum Standort passen, machen vieles leichter. Sie sind an Boden und Klima gewöhnt, kommen mit trockenen Phasen besser zurecht und brauchen weniger Aufmerksamkeit. So bleibt der Garten auch in heißen Sommern ansehnlich, ohne dass ständig gegossen oder nachgebessert werden muss.
Der Garten als Lebensraum
Ein nachhaltiger Garten ist aber mehr als gepflegtes Grün. Er kann ein kleines Stück Lebensraum sein – mitten im Alltag. Wer Pflanzen wählt, die über längere Zeit blühen, schafft Nahrung für Insekten. Eine kleine wilde Ecke, ein paar offene Bodenstellen oder einfache Nistmöglichkeiten reichen oft schon, damit sich mehr Leben zeigt: Schmetterlinge, Wildbienen, Vögel. Der Garten wirkt dann nicht „unordentlich“, sondern lebendig.
- DIY- und Upcycling-Ideen gewinnen im Gartenbereich an Bedeutung. Alte Paletten, Ziegel oder Holzreste werden zu Hochbeeten, Einfassungen oder Sitzgelegenheiten.
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Dazu passt eine Pflege, die dem Garten nicht alles aus der Hand nimmt. Kompost aus Garten- und Küchenabfällen macht den Boden kräftiger und versorgt Pflanzen verlässlich mit Nährstoffen. Mulch hilft, Feuchtigkeit zu halten, schützt vor Hitze und erspart oft einiges an Unkrautarbeit. Natürliche Dünger wirken langsamer, dafür stetig – und belasten weder Boden noch Grundwasser. Chemische Mittel bleiben dabei bewusst außen vor, damit das Gleichgewicht im Garten nicht kippt und Nützlinge eine Chance haben.
Neben dem, was im Garten schon immer funktioniert hat, tauchen inzwischen Ideen auf, die vor allem eines lösen: Platzmangel und Zeitmangel. Wer keinen großen Garten hat, muss deshalb nicht auf Grün verzichten. Vertikale Gärten nutzen das, was sowieso da ist – eine Wand, ein Zaun, eine Ecke neben der Terrasse. Ein paar Töpfe, ein Rankgitter, ein modulares Pflanzsystem: Schon wächst es nach oben statt in die Breite. Und plötzlich wirkt ein kleiner Bereich wie ein richtiger Garten.
- Heimische Pflanzen, gesunder Boden und kleine wilde Ecken machen den Garten widerstandsfähiger und schaffen zugleich Platz für mehr Artenvielfalt.
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Technik, die mitdenkt
Ähnlich ist es mit urbaner Begrünung. Viele holen sich das „Gartengefühl“ auf Balkon, Terrasse oder in den Innenhof. Nicht als Deko, sondern als kleines Stück Alltag: Kräuter zum Abschneiden, ein bisschen Schatten, Blüten, die Insekten anziehen. Das kann schlicht sein, muss nicht geschniegelt wirken – Hauptsache, es passt zum eigenen Leben.
- Moderne Technik kann Arbeit abnehmen: Smarte Timer und Feuchtesensoren halten Beete gleichmäßig versorgt, ohne dass ständig kontrolliert werden muss.
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Und ja, auch Technik darf helfen. Smarte Bewässerung ist kein Luxusspielzeug, sondern oft einfach praktisch: Sie gießt, wenn es wirklich nötig ist, und nicht, weil man es gerade „zur Sicherheit“ macht. Gerade in heißen Wochen nimmt das Stress raus – und spart Wasser. So bleibt der Garten das, was er sein soll: ein Ort, der gut tut, nicht noch eine zusätzliche Aufgabe.
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