Meidling
Modernisierung der U6-Station Tscherttegasse abgeschlossen
- Gudrun Senk, Ulli Sima und Wilfried Zankl (v.l.n.r.) bei der U6-Station Tscherttegasse.
- Foto: Christian Fürthner
- hochgeladen von Marlene Graupner
Mehr Barrierefreiheit und kürzere Wege: Die U6-Station Tscherttegasse in Meidling wurde modernisiert.
WIEN/MEIDLING. Die Modernisierung der U6-Station Tscherttegasse ist abgeschlossen. Nach rund fünf Monaten Bauzeit steht den Fahrgästen eine neue Verbindungsbrücke, zusätzliche barrierefreie Zugänge, ein weiterer Aufzug sowie verbreiterte und vollständig überdachte Bahnsteige zur Verfügung. Die Bauarbeiten hatten im Frühjahr 2026 begonnen und waren Teil der laufenden Modernisierung der U6.
Eine zentrale Neuerung ist die neu errichtete Brücke, die beide Bahnsteige miteinander verbindet. Außerdem wurde ein zusätzlicher direkter Zugang beim Miep-Gies-Park zum Bahnsteig Richtung Siebenhirten geschaffen. Auch der Zugang von der Kirschenallee wurde erneuert und an aktuelle Barrierefreiheitsstandards angepasst. Dadurch sollen sich die Wege für viele Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Siedlungsgebiets Kabelwerk verkürzen.
„Mit dem Upgrade der Station Tscherttegasse wird ein langjähriger Wunsch der Bewohnerinnen des Kabelwerks Realität. Der zusätzliche Zugang, breitere Bahnsteige und die vollständige Überdachung verbessern den Alltag vieler Menschen im Grätzl deutlich", freut sich Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ).
Mehr Komfort für Fahrgäste
Im Zuge der Arbeiten wurde außerdem der bestehende Aufzug erneuert und ein zusätzlicher Lift am Bahnsteig Richtung Floridsdorf errichtet. Der Bahnsteig wurde verbreitert und bietet nun mehr Platz für wartende Fahrgäste. Zudem wurden die Bahnsteigdächer über die gesamte Länge der Bahnsteige verlängert. „So schaffen wir mehr Komfort für unsere Fahrgäste und machen die Öffis für alle Menschen noch einfacher und bequemer nutzbar“, erklärt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).
- Die neue Brücke verbindet die beiden Bahnsteige.
- Foto: Max Döringer
- hochgeladen von Marlene Graupner
Die Modernisierung der Station war bereits bei der Verlängerung der U6 bis Siebenhirten im Jahr 1995 mitgedacht worden. Damals wurden zusätzliche Zugänge und eine Verbindung zwischen den Bahnsteigen eingeplant, um spätere städtebauliche Entwicklungen wie das Siedlungsgebiet Kabelwerk zu berücksichtigen.
„Eine moderne Infrastruktur der Öffis sorgt nicht nur für Stabilität im Betrieb, sondern macht die Öffis auch für unsere Fahrgäste zunehmend attraktiver. Der breitere Bahnsteig und die längeren Bahnsteigdächer bieten unseren Fahrgästen mehr Platz und Komfort beim Warten auf die U6“, sagt Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien.
Miep-Gies-Park folgt
Die U6 ist mit 24 Stationen und 17,4 Kilometern die zweitlängste U-Bahn-Linie Wiens. Mit über 50 Aufzügen und zusätzlichen Rampen ist die braune Linie vollständig barrierefrei erreichbar. Im Anschluss an die Arbeiten an der U6-Station soll auch der angrenzende Miep-Gies-Park neu gestaltet werden. "Für uns endet die Aufwertung aber nicht an der Station: Im Anschluss gestalten wir auch den Miep-Gies-Park auf Grundlage der Bürgerinnenbeteiligung neu", erklärt Zankl.
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