Pillichsdorf
11 Monate bis zur neuen Volksschule
- Foto: Gemeinde Pillichsdorf
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PILLICHSDORF. Nur elf Monate Bauzeit dauerte es bis die Volksschüler aus Pillichsdorf nun in "ihr zu- und umgebautes Schulhaus dürfen.
In Anwesenheit von Landtagspräsident Karl Wilfing und LH-Stellvertreter Franz Schnabl fand die feierliche Eröffnung der Volksschule statt.
Der Schulzubau selbst umfasst den multifunktionalen Turnsaal, der nicht nur für den klassischen Turnunterricht der Volksschule genutzt werden soll, sondern auch für verschiedenste andere sportliche Aktivitäten von Volleyball über verschiedenste Turngruppen bis zum Fußballverein. Er kann aber auch als Veranstaltungssaal genutzt werden, und wurde daher mit einer entsprechenden Tonanlage ausgestattet worden.
Im Obergeschoss des Zubaus ist nunmehr ein zusätzlicher Klassenraum, sowie eine Werkklasse, ein Lehrmittelzimmer und die erweiterten WC Anlagen untergebracht. Es wurden auch zwei Terrassen geschaffen wobei eine als Freiluftklasse konzipiert ist und die andere als Erholungsbereich für die Pausen dienen soll.
Im Zuge der Renovierung des bestehenden Objektes wurden die Klassen nicht nur mit einer modernen Lüftungsanlagen ausgestattet, was sich gerade in der Zeit der Pandemie besonders bewährt hat, sondern es wurden auch interaktive Tafeln montiert und alle Räume verfügen über W-Lan.
Energieeffizienz
Das Gesamtprojekt wurde beim Klima- und Energiefonds des Bundes auch als Mustersanierungsprojekt eingereicht, da die Kriterien einer Thermisch-energetischen Gebäudesanierung und eine Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden konnte, was nicht nur finanzielle Vorteile in Form einer zusätzlichen Förderung mit sich brachte, sondern eine ökologische und klimaschonende Sanierung bedeutete.
Finanzierung
Da so ein Projekt aber nicht aus der Portokasse der Gemeinde finanziert werden kann, mussten wir natürlich auch ein Darlehen aufnehmen.
Durch die Ausschreibung dieses Darlehens über eine der führenden Fremdkapitalmarkt-Plattformen konnten wir uns aber eine Finanzierung zu sehr guten Konditionen sichern. Das benötigte Darlehen von 2,4 Millionen Euro bekamen wir schließlich mit einem Fixzinssatz von 0,79 Prozent über die gesamte Laufzeit von 30 Jahren. Damit werden auch kommende Generationen keine unliebsame Überraschung durch mögliche Zinserhöhung erfahren.
Bürgermeister Erich Trenker betonte in seiner Eröffnungsrede, dass mit der Eröffnung der generalsanierten und erweiterten Volksschule ein bildungspolitischer Meilenstein in der Gemeinde gesetzt werde und es mit diesem Projekt gelungen sei Voraussetzung und Grundlagen für einen optimalen Start in den Bildungsweg für die jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schaffen. Auch wenn das Projekt eine finanzielle Herausforderung war, so ist jeder Euro, der investiert wurde, eine Investition in die Zukunft unserer Jugend und damit in die Zukunft unserer Gesellschaft.
Regionale Qualität
Es hat sich auch sehr bewährt heimische Firmen aus der Region zu beschäftigen, nicht nur weil damit auch die Investitionen in der Region blieben, sondern sie sich auch mit dem Projekt identifizieren konnten und nicht davor zurückschreckten, bei Bedarf auch einmal am Wochenende zu arbeiten, um den Zeitplan einhalten zu können.
Besonders stolz war man auch darauf, dass die Kosten für das Projekt die mit rund. 2,6 Millionen Euro veranschlagt waren, trotz massiver Baupreissteigerungen einhalten konnten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil noch 2020 und 2021 die Gewerke zu Fixpreisen ausgeschrieben wurden, was auch ein großer Verdienst der Architektin Brigitte Wiesinger ist, die auch die Bauaufsicht hatte.
Sie war als Expertin die gute Seele des Projektes war, die stets den Überblick behielt und das gesamte Baumanagement immer im Griff hatte. Ihr ist es auch zu verdanken, dass der der sehr ambitionierte Bauzeitplan eingehalten werden konnte. Insbesondere die Sanierung des Altbestandes die in den Sommerferien 2021 passieren musste, konnte rechtzeitig abgeschlossen werden, sodass im September des Vorjahres der Schulbetrieb Betrieb wiederaufgenommen werden konnte. Auch wenn zeitweise 7-8 Firmen gleichzeitig auf der Baustelle tätig waren, behielt sie stets den Überblick und die Koordination.
Abschließend danke Erich Trenker auch dem Team des Lehrpersonals unter der Leitung von Direktorin Barbara Gahr für das entgegengebrachte Verständnis im Zuge der Bauarbeiten und wünschte den Kindern viel Spaß in den neugestalteten Räumlichkeiten und einen guten Lernerfolg.
Im Anschluss an den Festakt bestand die Möglichkeit das Schulgebäude zu besichtigen und der Elternverein bzw. der Weinbauverein Pillichsdorf bewirteten die Bevölkerung mit einem kleinen Imbiss. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die Ortsmusik Pillichsdorf.
ZUR SACHE
Nach dem Abbruch des bis 1894 in Verwendung stehenden alten Schulgebäudes, das in der Folge auch das Postamt beheimatete, erfolgte die Errichtung eines Zubaus zur bestehenden Volksschule.
Da auch bekannt war, dass der Bereich rund um die Kirche ehemals bis etwa 1900 der Friedhof der Gemeinde war, wurde auch das Denkmalamt kontaktiert und schließlich archäologische Grabungen durchgeführt, wo man auch 57 Gräber freigelegt und dokumentiert hat. Neben den Skelettresten wurde auch zahlreiche Grabbeigaben gefunden welche Trachtbestandteile, Schuck- und Devotionalien umfassten, die für eine Ausstellung im örtlichen Turmmuseum der Pfarrkirche vorbereitet werden.
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