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Industrie will die ländlichen Regionen stärken

IV-Vizegeneral Peter Koren und der steirische IV-Präsident Georg Knill präsentieren Chefredakteur Wolfgag Unterhuber ihr Aktionspapier zur Stärkung des ländlichen Raums.
  • IV-Vizegeneral Peter Koren und der steirische IV-Präsident Georg Knill präsentieren Chefredakteur Wolfgag Unterhuber ihr Aktionspapier zur Stärkung des ländlichen Raums.
  • Foto: Industriellenvereinigung
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Die Industrie will die Landflucht bekämpfen. Dazu Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV): "Die Abwanderung junger Menschen schwächt die dortige Wirtschaft und damit den ländlichen Raum insgesamt."

Laut Gemeindebund verlassen jährlich 5.000 gut ausgebildete Personen das Land Richtung Stadt. Zudem entsteht der materielle Wohlstand in Österreich nicht gleichmäßig verteilt.

"Rund 56 Städte und Gemeinden mit insgesamt einer Fläche von nur acht Prozent der Staatsfläche generieren mehr als die Hälfte der Bruttowertschöpfung", erläutert Georg Knill, Präsident der steirischen IV. Wertschöpfungszentren sind die Westachse Wien-Linz-Salzburg, die Mur-Mürzfurche, der Raum Villach-Klagenfurt und Westösterreich.

Ideen zur Stärkung der Industrie am Land

Gegenüber den Regionalmedien Austria präsentierten Knill und Koren nun erstmals der Öffentlichkeit das "IV-Aktionspapier zur Stärkung der Industrie in peripheren Räumen."

Dieses enthält vier Punkte. Erster Punkt: Wenn es um den Ausbau von Schiene, Strasse, Energie- und Breitbandnetz geht, solle die Raumordnung in diesen Fällen Sache des Bundes sein.

"Wir wollen damit die Raumordnungskompetenz der Kommunen nicht untergraben", sagt Knill, "sondern nur interregionale Projekte beschleunigen und ermöglichen."

Zusammenarbeit der Gemeinden

Das führt zu Punkt zwei: die IV will die Zusammenarbeit der Gemeinden stärken. Koren und Knill sehen hier viele Möglichkeiten. Von der gemeinsamen Entwicklung von Gewerbegebieten über die Ansiedlung von Unternehmen bis hin zur gemeinsamen Nutzung und Verteilung der Kommunalsteuer.

Apropos Geld: als dritten Punkt fordert die IV den Zugang zur Regionalförderung für mittelständische Betriebe, die bislang Unternehmen unter 250 Mitarbeitern vorbehalten ist.

Stärkung der dualen Ausbildung

Und viertens fordert die Industrie die Stärkung der dualen Ausbildung, speziell der Lehre mit Matura und den Ausbau der HTL, die sich ja oft im ländlichen Raum befinden.

"Zwei Drittel des höher qualifizierten Personals in der Industrie sind HTL-Absolventen", betont Knill. Zudem sollten sich Schulen noch besser mit den Unternehmen vernetzen.

Termine mit den Ministern

Die Industriellen werden in den kommenden Wochen einzelnen Ministern ihr Programm vorstellen. Koren erwartet sich Zuspruch. Das Programm der Industrie orientiere sich schließlich an die Passagen im Regierungsprogramm zur Stärkung der Wirtschaft in den Regionen.

Und was ist eigentlich die Vision der Industrie? Knill: "Dass die Arbeitsplätze in den Regionen langfristig gesichert sind und die Bedeutung der Industrie für den ländlichen Raum stärker thematisiert wird.“

Redaktion: Wolfgang Unterhuber

Autor:

Wolfgang Unterhuber aus Döbling

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