Leserbriefe
Anrainer wünschen sich ruhigere Nächte in der Zollergasse
- Die Zollergasse sei laut einer Anrainerin eine "Partymeile".
- Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
- hochgeladen von Pia Rotter
Zahlreiche Leserinnen und Leser meldeten sich bei MeinBezirk, um ihren Unmut bezüglich der Lärmprobleme in der Zollergasse kundzutun. Viele wünschen sich mehr Rücksicht.
WIEN/NEUBAU. Wo die einen den Sommerabend genießen, wünschen sich die anderen vor allem eines: Ruhe. Nachdem MeinBezirk den Artikel "Partymeilen im 7. Bezirk?" veröffentlichte, meldeten sich nun zahlreiche Leserinnen und Leser zu Wort:
Als noch lebender 87-jähriger Zeitzeuge der Entwicklung des Bezirks bin ich sehr stolz, weiterhin hier zu wohnen. Die Zollergasse ist insgesamt hervorragend gelungen und eine echte Bereicherung für den Bezirk. Tagsüber genieße ich das lebendige Treiben und die vielen Menschen. Aber spätestens ab 23 Uhr sollte auf der Straße Ruhe einkehren. Auch einen Block entfernt sind die nächtlichen Geräusche noch deutlich hörbar. Die Menschen sollen ihre Fenster öffnen und trotzdem schlafen können.
Peter, per E-Mail
"Meistens war ab 21 Uhr Ruhe"
Ach, wie schön war die Zeit, als in der Zollergasse noch Autos fahren und parken durften. Meistens war ab 21 Uhr Ruhe. Die Geister, die ich rief, werde ich nun nicht mehr los.
Wolfgang, auf MeinBezirk
- Wo die einen den Sommerabend genießen, wünschen sich die anderen vor allem eines: Ruhe. (Symbolbild)
- Foto: zurijeta/Panthermedia
- hochgeladen von Pia Rotter
Jetzt, wo anstelle von Stellplätzen zahlreiche Schanigärten entstanden sind, wünschen sich viele Anrainer mehr Mitsprache. Das ist verständlich, kommt aber vermutlich viel zu spät, wie die Reaktion des Bezirksvorstehers zeigt.
Gottfried, auf MeinBezirk
"Lärmfolter Zollergasse"
Ich wohne seit 1998 in der Zollergasse und wir haben vor Jahren sogar eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen 'Lärmfolter Zollergasse' gegründet. Zweimal habe ich Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Aufwand ist nicht gering, und die Schlafbeeinträchtigten überlegen sich diesen Schritt wohl genau. Im Sommer stelle ich mein Bett in die hofseitige Küche, weil ich straßenseitig bei offenem Fenster kaum schlafen kann. Die Zollergasse ist für mich längst zu einer Partymeile geworden. Die Menschen dort müssen mit Ohropax schlafen. Wenn das als Lebensqualität und Attraktivität bezeichnet wird von jemandem, der hier nicht wohnt und schläft, ist dies eine deutliche Verhöhnung der Menschen, die einen durchgehenden Schlaf hier teilweise nicht finden können. Dieser Umstand ist klar gesundheitsschädigend.
Dagmar, per E-Mail
Die Zollergasse ist eine Partymeile, als enge Straße dafür aber nicht geeignet. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Restaurants und Schanigärten, im Gegenteil. Das Problem ist aus meiner Sicht nicht ein einzelnes Lokal, sondern die hohe Dichte der Gastronomiebetriebe. Als Wohngegend wird dieser Teil des Bezirks dadurch zunehmend unattraktiv. Die Gastronomie trägt zur Attraktivierung des Viertels bei, aber mittlerweile ist ein Punkt erreicht, an dem mehr Vielfalt dem Viertel guttun würde.
Andrea, per E-Mail
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