21.03.2016, 11:54 Uhr

Leer stehende Geschäfte: Problemgrätzel im Aufwind

Leerstehende Geschäftslokale werden oft als Lager genutzt und sind nicht zu vermieten. (Foto: Sylvia S.)

Der 7. Bezirk ist mit seinem Branchenmix als Einkaufsgegend bei allen Wienern beliebt. Aber auch in Neubau gibt es Gegenden, die als unattraktiv gelten, wie etwa die Burggasse.

NEUBAU. Dieses Vorurteil lässt Bezirkschef Thomas Blimlinger nicht gelten. "Tatsächlich gibt es im 7. Bezirk im Vergleich zu anderen Gebieten relativ wenig Leerstand. Es gibt einzelne Straßenabschnitte, die nicht gut „funktionieren“ - meistens in Nähe des Gürtels - wie beispielsweise die Burggasse zwischen Wimbergergasse und Kaiserstraße. Hier hat der Bezirk versucht, mit Umgestaltungsmaßnahmen den Straßenraum attraktiver zu gestalten, damit dieser Bereich auch für unterschiedlichste Geschäftsideen wieder attraktiver wird."

Laut Blimlinger setzt der Bezirk auf die Zusammenarbeit mit den Einkaufsstraßenvereinen wie dem Verein Neubau West, der eine positive Entwicklung der Westbahn- und Kaiserstraße verzeichnen kann, sowie den Verein "Lebendige Lerchenfelder Straße".

Mehr Anfragen als Leerstände

"Es stehen etliche Geschäfte in ganz Wien wegen Rechtsstreitigkeiten leer", so René Patschok vom Verein "Lebendige Lerchenfelder Straße", der seit Jahren die Belebung der Straße zwischen Neubau und der Josefstadt unterstützt. "Geschäfte sperren zu, die Inhaber haben aber langfristige Mietverträge. Wir haben für die Lerchenfelder Straße mehr Anfragen als verfügbare Lokale."

Tatsache ist, dass Leerstand nicht automatisch verfügbar heißt: Viele verwaist aussehende Geschäftslokale werden als Lager genutzt. Auch ist nicht jeder Hauseigentümer an einer Vermietung interessiert.
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