10.01.2018, 09:45 Uhr

Das Geheimnis der Hundertjährigen

Eleonore Seeböck mit Sohn August. Die Hundertjährige löst heute noch gern Rätsel, das hält sie geistig rege. (Foto: RAXmedia)

Im Bezirk Neunkirchen leben 15 Hundertjährige. Wir haben Eleonore Seeböck (100) nach ihrem Geheimnissen befragt.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (bs). Eleonore Seeböck ist eine von 15 Hundertjährigen (zwölf Frauen, drei Männer) in unserem Bezirk. Zum Start unserer Serie „Der Methusalem-Code“ haben wir die rüstige Seniorin besucht und nach ihren Geheimnissen für ein langes Leben befragt.
Als Eleonore Seeböck am 17. Dezember 1917 als Jüngste von sechs Kindern auf einem Bergbauernhof in Schwarzau im Gebirge das Licht der Welt erblickte, zerfiel gerade die Donaumonarchie und aus den Trümmern entstand die Republik Österreich. Ihre Jugend war geprägt durch Wirtschaftskrise und harte Arbeit auf dem Bauernhof. Als sie 20 war, ging die erste Republik unter und der zweite Weltkrieg begann für Eleonore Seeböck als Kellnerin auf der Speckbacher-Hütte. Später kam sie als junges Mädchen nach Wien.


Bombe traf Wirtshaus

Heute lebt die Schwarzauerin – von Sohn August (67) und einer Pflegerin betreut – in einem kleinen Bauernhof im Preintal und blickt auf ein bewegtes Leben zurück. "Im letzten Kriegsjahr arbeitete ich in Wien in einem Gasthaus. Am 10. September 1944 traf eine Bombe das Wirtshaus. Als ich zur Kellerstiege lief, flogen mir schon die Steine und Glasscherben entgegen. Wir überlebten knapp, aber das Leben ging weiter." Zurück in Schwarzau heiratete Eleonore, wurde Bäurin, Mutter von drei Söhnen und blieb im Ort. Ihr Rezept für ein langes Leben: "Ich hab mein ganzes Leben immer hart gearbeitet, gesund gegessen und genügsam gelebt."

Mehr über die Hundertjährigen finden Sie hier

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