Zurndorf
Burgenlands Betonsünde Nummer Eins ist das XXXLutz-Lager
- Das XXXLutz-Zentrallager erstreckt sich derzeit auf rund 120.000 Quadratmeter und soll, laut Greenpeace, auf 390.000 Quadratmeter ausgeweitet werden.
- Foto: Gerhard Mölk
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Die Umweltorganisation Greenpeace präsentierte kürzlich die insgesamt neun größten "Beton-Bausünden" aus jedem Bundesland. Im Burgenland machte das Zentrallager der Firma XXXLutz in Zurndorf das Rennen. Nun äußerten sich die Grünen Burgenland mit einem Statement zur Kampagne "Österreichs 9 Betonschätze".
BEZRIK/ZURNDORF. Vor wenigen Tagen wurden die Gewinnerprojekte der Initiative "Österreichs 9 Bodenschätze", wie von MeinBezirk berichtet, im Wiener Museumsquartier präsentiert. Im Burgenland fiel der erste Platz auf das Zentrallager der Firma XXXLutz in Zurndorf. Die Grünen Burgenland teilen die Forderungen von Greenpeace und bestärken diese in ihrem Statement.
Große Beteiligung an der Umweltkampagne
Über mehrere Wochen wurden österreichweit 400 Bauprojekte bei Greenpeace eingereicht. Nach einem Publikumsvoting, an dem über 20.000 Menschen teilnahmen, und einer Fachjurybewertung wurden die größten Betonsünden aus allen neun Bundesländern gekürt.
„Die große Beteiligung an der Aktion von Greenpeace zeigt, dass den Menschen die riesigen Betonburgen ein Dorn im Auge sind und ihnen die Natur am Herzen liegt. Wir GRÜNE setzen uns auch weiterhin für Nachnutzung von bereits versiegelten Flächen und Augenmaß bei Neubau ein", so Anja Haider-Wallner, Klubobfrau und Landessprecherin der Grünen Burgenland.
Größte Betonsünde Burgenlands wird erweitert
Die größte Betonsünde, laut der Kampagne "Österreichs 9 Betonschätze", sei im Burgenland das XXXLutz-Zentrallager in Zurndorf. Das Lager sei, laut Greenpeace, eine der größten Baustellen Europas und läge inmitten landwirtschaftlichen Nutzflächen und zum Teil auf fruchtbarem Ackerland.
- Bei den Betonschätzen machte im Burgenland das Zentrallager der Firma XXXLutz in Zurndorf das Rennen.
- Foto: Matjaz_Krivic
- hochgeladen von Adrian Langer
Derzeit umfasst das XXXLutz-Zentrallager eine Fläche von rund 120.000 Quadratmeter und soll, so Greenpeace, auf 390.000 Quadratmeter ausgedehnt werden. Weiters betont die Umweltorganisation auf ihrer Homepage, dass sich das Bauprojekt in Zurndorf bis an den Rand eines Natura-2000-, Vogel- und Europaschutzgebiets erstrecke.
"Diese Schutzgebiete sind als Lebensraum für gefährdete Vogel- und Fledermausarten extrem wichtig. Wird so nahe an diesen sensiblen Ökosystemen gebaut, riskiert man, dass die Lebensräume gestört oder sogar zerstört werden."
Greenpeace
Maßnahmen gegen übermäßigen Bodenverbrauch gefordert
Die Umweltorganisation Greenpeace fordert nun die Landesregierungen auf, endlich Maßnahmen gegen den übermäßigen Bodenverbrauch zu ergreifen. Genannt wurden unter anderem, dass regional und sozial angepasste Leerstandsabgaben sinnvoll seien und quantitative Grenzwerte einzuführen wären. Im Statement zu der Kampagne „Österreichs 9 Betonschätze“ betonen die Grünen Burgenland, dass sie sich bereits für die Nutzung industrieller Leerstände und die Einführung einer Leerstandsabgabe einsetzen, um die Zersiedelung zu stoppen und nachhaltige Bauprojekte zu fördern, in erster Linie aber industriellen Leerstand wiederzubeleben.
"Es ist höchste Zeit"
Im Burgenland gäbe es laut der Grünen Burgenland zahlreiche "Betonsünden", die den Unmut der Bevölkerung auf sich ziehen würden. Viele Bürgerinnen und Bürger seien frustriert über die zunehmende Bodenversiegelung und die Vernachlässigung bestehender Bauten. Margit Paul-Kientzl, Bezirkssprecherin der Grünen Neusiedl, fügte dem Statement hinzu:
„Es ist höchste Zeit, dass wir die Verschwendung von fruchtbarem Ackerboden für derartige Monsterbauten stoppen und die Nachnutzung leer stehender Betriebsgebäude mit Vehemenz angehen. Unser Bezirk darf nicht zur Lagerhalle werden."
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