Bürgerinformationabend in Frankenau
Der Standort-Streit geht in die zweite Runde

Die Unterpullendorfer protestieren mit Plakaten gegen die Campuslösung. Sie wollen ihre Schule behalten.
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  • Die Unterpullendorfer protestieren mit Plakaten gegen die Campuslösung. Sie wollen ihre Schule behalten.
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Frankenau-Unterpullendorf soll einen gemeinsamen Schul-
standort inklusive Kindergarten bekommen

UNTERPULLENDORF/FRANKENAU (EP). Bei der Gemeinderatssitzung im September 2018 entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für einen neuen gemeinsamen Schulstandort in Kleinmutschen.
Dazu müsste aber die Volksschule in Unterpullendorf geschlossen werden. Wie berichtet formierte sich in Unterpullendorf Widerstand gegen die Schließung und den geplanten Campus in Kleinmutschen, die Unterpullendorfer sammelten über 300 Unterschriften für den Verbleib der gemeinsamen Volksschule in Unterpullendorf. Vor kurzem fand nun ein Bürgerinformationsabend zum Projekt "Gemeinsame Volksschule" statt, hier wurde vorgestellt wie ein Zubau in Kleinmutschen aussehen könnte. Mit dabei waren auch insgesamt 35 Unterpullendorfer, mit Transparenten wiesen sie auf die derzeit verfahrene Situation in der Gemeinde hin.

Planen und rechnen

"Schon im Vorjahr wo für den Standort der Volksschule in Kleinmutschen abgestimmt wurde haben neun von 19 Gemeinderäten gesagt, sie wollen nicht abstimmen, da zu wenig Details vorhanden. Jetzt wurden Details und Kosten ausgearbeitet, jedoch nur für Kleinmutschen. Die Kosten haben sich von 1,5 Millionen im Vorjahr aber auf 3 Millionen erhöht, so Gemeindevorstand DI Thomas Schreiner. Dies würden vor allem die Unterpullendorfer kritisieren, sie verlangen, dass ihr Standort geplant und berechnet werden soll – so wie jener von Kleinmutschen. "Es gibt Dinge die man einfach nicht macht: zum Beispiel einem Ortsteil etwas wegnehmen“ stand auf einem mitgebrachten Transparent. "Erst wenn die möglichen Schulstandorte wirklich vergleichbar und korrekt analysiert worden sind, soll gemeinsam die sinnvollste Entscheidung getroffen werden", so Schreiner.

Nicht billiger

Für Bürgermeisterin Angelika Mileder ist der Widerstand der Unterpullendorfer nicht nachvollziehbar. "Es gibt für die Campuslösung einen gültigen Gemeinderatsbeschluss. Der Standort Unterpullendorf hat bei allen Bewertungen und den Fachleuten am schlechtesten abgeschnitten. Hier ist der Altbestand kaum verwendbar, alles müsste saniert und umgebaut werden. Zahlreiche neue Räume und Zufahrtsstraßen müssten dazu gebaut werden, die Bauausführung ist dadurch nicht billiger“, kontert Mileder. Da das bestehende Objekt in Kleinmutschen und die notwendigen Zubauten sowohl als Schule und Kindergarten genutzt werden sollen, seien die Kosten zu differenzieren bzw. auf die einzelnen Bereiche aufzuteilen.

In Summe inkludiert

"Aufgrund der Grobkostenschätzung bewegen wir uns bei einer Gesamtsumme von 2,5 Mio. Euro. In dieser sind alle Gewerke und Nebenkosten berücksichtigt. Zusätzlich dazu sind auch die Kosten für die Außenanlagen, einer Zufahrtsstraße, die Einrichtung und die Turnraumausstattung in der vorher genannten Summe inkludiert“, so Mileder. Durchgeführt soll das Projekt mit einem Bauträger werden, die wesentlichen Verfahrensschritte sind im Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntmachung vorgesehen. "Dies wird insgesamt bis zur Zuschlagserteilung mindestens drei Monate dauern. Die nächsten Schritte werden mit dem Beauftragten festgelegt und dann kann diese bereits mit dem Bau beginnen. Ab September 2021 sollten Schüler und Kindergartenkinder im neuen Gebäude starten können, ist Mileder optimistisch. Thomas Schreiner und seine Mitstreiter fühlen sich nicht ernst genommen. „Reden wir miteinander, arbeiten wir gemeinsam. Unser Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung für das Projekt zu finden, mit dem alle drei Ortsteile leben können. „Für mich ist das Projekt Schulstandort abgeschlossen“, so die Bürgermeisterin.

Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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