Lutzmannsburg: Thermen-Umfahrung für den Verkehr freigegeben

Hans Peter Doskozil, Christian Illedits, Verena Dunst, Norbert Darabos, Wolfgang Heckenast, Christian Rohrer, Angelika Mileder
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LUTZMANNSBURG (EP). LUTZMANNSBURG (EP). Nach rund einem Jahr Bauzeit und jahrelanger Planung wurde die Umfahrung Therme Lutzmannsburg, die neue Landesstraße L225, für den Verkehr freigegeben. Auf der neuen Straße, die exakt 1.737 Meter lang und fünf bis sechs Meter breit ist, wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h vorgeschrieben. Im Kreuzungsbereich zur Therme sind 50km/h erlaubt.

Alte Siedlung

Der Umfahrung sei ein einjähriger Planungsprozess vorausgegangen, erklärte Baudirekter DI Wolfgang Heckenast, der das Projekt erläuterte. "Die Umfahrung mündet in eine bestehende Straße an der ungarischen Staatsgrenze ein. Wir sind stolz auf das Projekt, welches für die Thermengäste und die Bevölkerung umgesetzt wurde." Auch archäologische Grabungen haben an der Straßenbaustelle stattgefunden. "Die Archäologen legten eine mehr als 3.000 Jahre alte Siedlung frei."

Auch Nachteile

Es sei lange nicht klar gewesen, wie die Umfahrung finanziert werden würde, so Bürgermeister Christian Rohrer. "Wir haben vor zehn Jahren über eine Umfahrung diskutiert, es scheiterte immer an der Finanzierung. 2016 bekamen wir die Zusage vom Land, dass die Straße gebaut wird." Für Angelika Mileder, Bürgermeisterin aus Frankenau-Unterpullendorf, ist der Bau der Umfahrung zwar wichtig, bringe aber für ihre Gemeinde auch einige Nachteile. "Die Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf betraf das Projekt in vielen Hinsichten. Ein Punkt, welcher jedoch seitens meiner Gemeinde schriftlich eingebracht wurde, ist ignoriert worden. Die Zufahrtsstraße, die zur Therme führt führt, sollte aus meiner Sicht in unserem und aller Interessen eine Landesstraße bleiben! Es wäre wünschenswert, dass das Land diese auch weiterhin betreut."

Mehrwert

"Die Umfahrung der Therme Lutzmannsburg ist mit der B61a Teil des gemeinsamen grenzüberschreitenden EU-Projekts (Interreg-Projekt) und eine wichtige Ergänzung der bestehenden, grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur. Besonderen Wert bei der Planung wurde auf die Einbindung und die aktive Mitwirkung der betroffenen Bevölkerung gelegt, betonte Straßenbaulandesrat Hans Peter Doskozil. Diese bringe einen Mehrwert in vielerlei Hinsicht. „Mehr Lebensqualität für die Bevölkerung, eine noch höhere Verkehrssicherheit und eine Verkehrsberuhigung im Thermengebiet. Das heißt, es gibt auch einen Mehrwert aus touristischer Sicht“, so der Landesrat, der sich bei den für die Planung und den Bau der Umfahrung Verantwortlichen für die unfallfreie und fristgerechte Fertigstellung der Umfahrung bedankte.

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