05.02.2018, 15:34 Uhr

Fast elf Prozent weniger Arbeitslose im Burgenland

Jutta Mohl freut sich über den positiven Trend. (Foto: Foto: privat)

Weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt – Darabos fordert Fortsetzung der Aktion 20.000

„Die positive Entwicklung am burgenländischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im neuen Jahr fort: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Jänner 2018 im Burgenland um 10,9 Prozent zurückgegangen. Damit ist unser Bundesland weiterhin die Nummer 1 in der Ostregion, was die Reduktion der Arbeitslosenquote betrifft“, zeigt sich Landesrat Mag. Norbert Darabos erfreut.

Kritik an Einstellung
Ein deutlicher Rückgang ist auch heuer wieder bei jugendlichen Arbeitslosen zu verzeichnen – und zwar ist die Jugendarbeitslosigkeit im Jänner 2018 um 20,7 Prozent geringer als vor einem Jahr. Weiterhin hoch ist die Zahl der Beschäftigten: Mehr als 98.000 Burgenländerinnen und Burgenländer waren im Jänner 2018 in Beschäftigung, das sind 2.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei Personen über 50 hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 6,4 Prozent reduziert. Zum Vergleich: Im Jänner 2017 ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe noch um 1,3 Prozent gestiegen. Für Darabos ist das ein Zeichen, dass Maßnahmen wie die Aktion 50+ des Landes und vor allem auch die Aktion 20.000, die von der früheren, SPÖ-geführten Bundesregierung im letzten Jahr beschlossen wurde und im Juli 2017 angelaufen ist, gewirkt haben. „Umso unverständlicher ist für mich, dass die Regierung die erfolgreich laufende Aktion 20.000 so abrupt eingestellt hat. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Aktion 20.000 wie geplant fortlaufen zu lassen – denn sie gibt älteren Langzeitarbeitslosen wieder Perspektive und Hoffnung."

Positive Aktion
AMS Geschäftsstellenleiterin Jutta Mohl schlägt in die gleiche Kerbe. "Die Aktion 20.000 wurde mit 31.12.17 beendet, da die neue Regierung andere Schwerpunkte setzen möchte. Aber vereinbarte Zusagen an Gemeinden und gemeinnützige Organisationen werden eingehalten." Auch im Bezirk Oberpullendorf sei die Arbeitslosigkeit seit März 2017 rückläufig. "Im Jänner 2018 verzeichneten wir einen Rückgang bei den Arbeitlosen um knapp 15 %. Für den Bezirk Oberpullendorf bedeutet dies, dass 276 Menschen weniger arbeitslos sind." Dabei sei die Jugendarbeitslosigkeit mit -26 % besonders stark zurückgegangen. "Erfreulich ist die Entwicklung bei den Personen über 50. Hier gibt es einen Rückgang von -11,6 %. Das Ergebnis ist im Bezirk eindeutig der Aktion 20.000 zuzuschreiben. Über diese Aktion konnten 35 Menschen im Bezirk eine Arbeit aufnehmen. Das ist das beste Ergebnis im Burgenland."
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