Gault&Millau
Christoph Wachter für "Kollektion des Jahres 2021" geehrt
- Winzer Christoph Wachter aus Deutsch Schützen erhielt die Auszeichnung "Kollektion des Jahres 2021".
- Foto: Ross Weinberg
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Gault&Millau präsentierte drei Guides für Feinschmecker und Weinkenner. Einen Sonderpreis gab es für Winzer Christoph Wachter. Sieben Hauben gehen in den Bezirk Oberwart.
BEZIRK OBERWART. Ein Restaurantführer in einem Jahr des Gastronomie-Lockdowns? Die Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe sind überzeugt: "Gerade in derart schwierigen Zeiten ist ein umfassender Guide unverzichtbar. Die 42. Ausgabe des Genuss-Führers will Feinschmeckern Orientierung bieten und schon jetzt Lust machen, viele Restaurants und neue Geheimtipps zu besuchen. Denn es gibt eine Menge nachzuholen und noch mehr zu entdecken."
Gleichzeitig mit dem Guide Gault&Millau Österreich 2021 erscheinen auch der Gault&Millau Weinguide und – ganz neu – der Gault&Millau Hotelguide.
716 Hauben-Restaurants
Selten noch war eine Ausgabe des Restaurantführers Gault&Millau so stark auf das Positive konzentriert. Gault&Millau Österreich will die Gastronomie als Partner durch diese herausfordernde Zeit begleiten und dokumentieren, wieviel Engagement und Ideenreichtum aufgeboten wird, um die Krise zu meistern. Schon die Zahlen zeigen, wie groß das Potenzial der heimischen Gastronomie tatsächlich ist: Der neue Guide verzeichnet nicht weniger als 716 Hauben-Restaurants in ganz Österreich – im Jahr davor waren es 692.
Martina Hohenlohe: „Unsere Bewertungen sind natürlich objektiv und seriös, in der Stimmungslage aber so positiv wie möglich gehalten. Die Fairness gebietet es jedoch, dass wir heuer nicht das sprichwörtliche Haar in der Suppe gesucht haben.“
„Natürlich bleibt es unsere wichtigste Aufgabe, für unsere Leser die besten Restaurants des Landes zu finden, zu beschreiben und zu bewerten. Leidenschaft, Hingabe, Ausdauer, Innovation und Nachhaltigkeit wollen wir aber, in so einem Ausnahmejahr, mehr denn je berücksichtigen“, sagt Herausgeber Karl Hohenlohe.
- Karl und Martina Hohenlohe brachten den neuen "Gault&Millau"-Restaurantguide heraus.
- Foto: Gault&Millau
- hochgeladen von Michael Strini
Drei Hauben-Restaurants im Bezirk
Gault&Millau vergab insgesamt sieben Hauben in den Bezirk Oberwart an drei Restaurants. Das Ratschen in Deutsch Schützen erhielt 15,5 von 20 möglichen Punkten und dafür erneut drei Hauben. Das Gasthaus Csencsits in Harmisch schaffte es auf 14,5 Punkten und zwei Hauben. Das Gut Mariendol in Litzelsdorf erreichte 14 Punkte und ebenso zwei Hauben.
- Ratschen: In der Küche in der Ratschen herrscht seit diesem Sommer ein neuer Wind an der Kochfront. Während es sich der ehemalige Küchenchef Stefan Csar nun zur Aufgabe gemacht hat, sein Können an der Tourismusschule Oberwart weiterzugeben, haben Alexander Reiter und Philipp Kaufmann das Ruder erfolgreich übernommen. Der regionale Leitgedanke wird dabei nicht außer Acht gelassen. Ein Glas Uhudler-Frizzante, ein Blick auf die umgebenden Weinberge – und schon fühlt man sich wohlauf. Wenn dann noch Weine aus der Region serviert werden und die Küche mit konfierter Lachsforelle, Ochsenherz-Paradeiser auf Burrata und Apfel-Balsam-Essig den Abend beginnt, kann nichts mehr schief gehen.
- Gasthaus Csencsits: Jürgen Csencsits bietet seinen Gästen eine überschaubare Anzahl an Speisen und auf Wunsch auch ein Überraschungsmenü. Dabei gelingt es ihm, ohne unnötigen Schnickschnack zu kochen und weit gereiste Genussfreunde mit Weiß- und Rotweinen aus der Region zu verwöhnen. Ein kleiner Streifzug durch die Speisekarte offeriert etwa Sugo vom Krainer Steinschaf mit Ravioli und Schafsfrischkäse oder Saibling mit Sauerampfer und Kriecherl. Bei den Hauptgerichten finden sich Wels mit gebratenem Salat oder ein gefülltes Bauernhendl mit Rosmarinsaft. Und als Abschluss muss es beim Küchenchef nicht immer nur Süßes sein. Auch Käse eignet sich bekannterweise ideal für das Finale.
- Gut Mariendol: Philipp Kroboth ist ein interessanter Mann, der diverse Ausbildungen abschloss, bevor er sich dazu entschied, die gastronomische Laufbahn einzuschlagen. Dann gastierte er aber gleich bei renommierten Häusern und wurde schließlich Teil des Teams in Thomas Kellers „Bouchon“ in Yountville. Anfang 2015 kehrte er in seine Heimat Güssing zurück und eröffnete das Lokal „Die Kanzlei“. Da das mittlerweile wieder geschlossen hat, gestaltete Kroboth stattdessen ein Café direkt über der Reithalle des Pferdegestüts Mariendol zu einem kleinen Ein-Personen-Restaurant um. À la carte-Küche entfällt, es gibt ein einziges Menü, bei dem Kroboth auf einige seiner Highlights aus Kanzlei-Zeiten setzt und vor allem, auf Zutaten aus unmittelbarster Region.
- Für Melanie und Jürgen Csencsits gab es erneut zwei Gault&Millau-Hauben.
- Foto: Michael Strini
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Sonderpreis für Christoph Wachter
Einen von drei Sonderpreisen im Burgenland gab es für Winzer Christoph Wachter vom Weingut Wachter-Wiesler aus Deutsch Schützen. Der Top-Weinmacher wurde für die "Kollektion des Jahres 2021" ausgezeichnet.
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