21.10.2016, 11:00 Uhr

Oberwart: 42.000 Euro für lebensrettende Defibrillatoren

Hans-Peter Polzer (li.), Rudolf Luipersbeck und Friederike Pirringer präsentieren den neuen Defibrillator

Sieben Rettungsautos des Roten Kreuzes Oberwart wurden mit dem neuen "DEFIGARD Touch 7" ausgestattet.

OBERWART (kv). Die Rotkreuz-Bezirksstelle Oberwart präsentierte am 20. Oktober ihre Neuanschaffung, die nicht nur Elektrostöße abgeben kann, sondern zusätzlich umfassende Überwachungsfunktionen ermöglicht. Finanziert wurden die Geträte, die immerhin 6.000 Euro pro Stück kosten, vor allem mit Hilfe der Bevölkerung. Anschaffungen werden aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. "In den letzten Jahren sind auch immer Kranz- und Blumenspenden eingegangen, mit denen vier Defibrillatoren für 24.000 Euro angekauft werden konnten", sagt Bezirksstellenleiter Rudolf Luipersbeck.

Umfangreiche Funktionen

Das neue Gerät kann viel mehr als bei einem Atem-Kreislauf-Stillstand "nur" wiederzubeleben. Geht es um Leben und Tod, zählt jede Minute. Die Sanitäter können den Patienten während des gesamten Transportes überwachen: Sauerstoffsättigung, Blutdruck und EKG liefern wichtige Informationen schon auf dem Weg ins Krankenhaus, macht rechtzeitiges Handeln möglich und erleichtert auch die Übergabe an das Ärzteteam im Spital. "Die Bedienung ähnelt den Funktionen eines Smartphones oder Tablets, was vor allem den jungen Einsatzkräften den Umgang erleichtert", sagt der Leiter des Rettungsdienstes, Hans-Peter Polzer. Der Touch 7 ist seit einigen Wochen im Einsatz und konnte nach Auskunft von Friederike Pirringer bereits einige Leben retten.

10 Rettungsfahrzeuge im Dauereinsatz

Nach Information des Roten Kreuzes gehört Oberwart zu den größten Stützpunkten im Burgenland. "Bei 55.000 Einwohnern haben wir in Oberwart auch die meisten Einsätze im Rettungsdienst", sagt Präsidentin Friederike Pirringer. 80 Freiwillige leisteten im Jahr 2015 20.894 Einsatzstunden, die 44 First Responder rückten 391 Mal aus. Nicht zuletzt die 12.158 Sanitätseinsätze rechtfertigen die lebensrettende Neuanschaffung.

Zwei Drittel geschafft

Burgenlandweit wurden bislang 28 neue Defibrillatoren angekauft heißt es vom Roten Kreuz. In den kommenden ein bis zwei Jahren sollen noch 12 Stück angeschafft werden, um das Optimum von 40 "DEFIGARD Touch 7" zu erreichen.
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