03.08.2016, 13:13 Uhr

Jahr der Vielfalt im SOS-Kindergarten Pinkafeld

Die Künstlerin kreierte mit den Kinderdorfkindern einen modernen Tempel mit einem Hauch von Antike. (Foto: SOS Kinderdorf)

Die Pinkafelder Künstlerin Andrea Ochsenhofer errichtete mit den Kinderdorf-Kindern einen "Palladio Tempel".

PINKAFELD. Der SOS-Kindergarten setzte sich in diesem Jahr mit dem Thema „Vielfalt“ auseinander und gestaltete dazu unterschiedliche Aktionen. Eine davon war ein Projekt mit der Künstlerin Andrea Ochsenhofer aus Pinkafeld, im Zuge dessen ein „Palladio Tempel“ gebaut wurde.
"Ich bin in der Nähe aufgewachsen und habe die Entwicklungen im SOS-Kinderdorf immer mitbekommen. Die Arbeit mit und der Einsatz für diese Kinder haben mich stets fasziniert und beeindruckt. Daher wollte ich durch das Projekt auch einen eigenen Beitrag leisten. Ich wollte etwas schaffen, das die Kinder zum Schauen, Träumen, Rollenspiel, … inspirieren soll. Poesie und Kreativität müssen sein", so die Künstlerin.

Erwartungen übertroffen

"Meine Erwartungen in der Arbeit mit Kindern wurden übertroffen. Die Kinder zeigten sich äußerst selbstständig, diszipliniert, empathisch und motiviert. In einem Moment des Tiefs haben sie mich ermutigt und dazu angehalten weiterzuarbeiten. Sie sind wirklich die fleißigsten Schüttler der Welt. Ich wollte ihnen durchs Bauen einen anderen Zugang zum Spielen ermöglichen. Durch den Umgang mit dem Baumaterial konnten die Kinder auch zur Ruhe kommen, das Material und sich selbst besser spüren und kreativ werden. Es ist Luxus von Ästhetischem umgeben zu sein. Wenn das Plumpe und das Rohe überwiegen, ist eine winzige, formvollendete Kleinigkeit Balsam für die Seele", betont Ochsenhofer.

Form - Farbe - Material - Gerüst - Dach

Die Künstlerin fasst zusammen, was ihren "Palladio Tempel" ausmacht: "Zuerst war die Form. Ich liebe antike Bauten. Sie sind geprägt von Säulen, Loggias und Wandelgängen. 
Also Säulen mussten dabei sein. Das Material
 Kunststoff als Baumaterial zu verwenden, reizte mich. Der Kontakt mit der Firma Güssinger machte alles klar. Eine Palette Mineralwasser für das SOS-Kinderdorf wurde angeliefert. Rote Erdfarbe – abgewandelt und Blaues Wasser – abgewandelt
, sowie Weiß als Tribut an die Moderne. Die Oberfläche zu bemalen, sodass die Farbe hält, wäre giftig für die kleinen Lungen der Kinder gewesen. Daher kam Farbe von innen. 
Ich will, dass man sieht, dass da was rinnt. Das Gerüst
 ist ein Metallgestell, so geschweißt, dass die Flaschen nicht durcheinander rutschen können. Und das Dach sollte durchsichtig sein, sodass man verschwommen sieht was oberhalb ist."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.