Kommentar
Zwischen Sparzwang und Zukunftsinvestitionen
- Kommentar von Johanna Bamberger.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Klaus Kogler
Gemeindefinanzbericht: Die Osttiroler Kommunen stehen insgesamt vergleichsweise solide da, dennoch ist die Verschuldung in einigen Gemeinden hoch.
BEZIRK LIENZ. Auf den ersten Blick zeigt der Gemeindefinanzbericht, der das vergangene Jahr beleuchtet, ein positives Bild: Die Gemeinden in Tirol konnten ihre laufenden Überschüsse um 27,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern und die Anzahl der voll verschuldeten Kommunen ist erfreulicherweise zurückgegangen (siehe Bericht nebenstehend).
Auf den zweiten Blick sieht es ein wenig anders aus. Der finanzielle Spielraum der Gemeinden wird zunehmend kleiner, während die Kosten in vielen Bereichen steigen. Auch im Bezirk Lienz zeigt sich diese Entwicklung. Gleich sechs Gemeinden in Osttirol sind voll verschuldet. Das bedeutet nicht automatisch, dass schlecht gewirtschaftet wird. Hohe Schulden können auch das Ergebnis notwendiger Investitionen sein.
Der Bericht ist vor allem eines: ein Warn- und Wegweiser. Er zeigt, wo Gemeinden finanziell gut aufgestellt sind und wo genauer hingeschaut werden muss. Dass die Zeiten des Überflusses vorbei sind, ist gewiss. Die Gemeinden stehen zunehmend unter finanziellem Druck und müssen daher genau abwägen, welche Investitionen unbedingt notwendig sind.
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