Ottakring und Hernals
Lückenschluss ermöglicht bezirksübergreifendes Radeln
- Bei der Eröffnung, v.l.: Bezirksvorsteher von Hernals Peter Jagsch (SPÖ), Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner, Ottakrings Bezirkschefin Stefanie Lamp, Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ), und Martin Blum Radverkehrsbeauftragte von Wien.
- Foto: Scheiber/MeinBezirk
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Ab sofort kann man auf 2,5 Kilometer durch Ottakring und Hernals radeln. Mit der Eröffnung der Radverbindung Seeböckgasse/Geblergasse gelang noch vor 2026 der Lückenschluss zum Gürtelradweg.
WIEN/HERNALS/OTTAKRING. Obwohl sich im Dezember nur die Hartgesottenen aufs Fahrrad schwingen, waren in Ottakring und Hernals kürzlich dennoch einige Radler unterwegs. Grund dafür war die Eröffnung der Radverbindung Seeböckgasse/Geblergasse. Trotz weißen Atems, gefrorener Finger und der durchgehenden Gefahr, bei Fotos von Autos angefahren zu werden, posierten Politikerinnen und Politiker auf der neuen Radroute zwischen 16. und 17. Bezirk.
Rund ein Dutzend Fahrräder sowie eine mobile Tee-Station und einige Fahrradbegeisterte konnte man vor dem Haus der Barmherzigkeit in der Seeböckgasse 30a erspähen. Nach ausgefallenem Plausch schwang sich sogar Mobilitätsstadträtin Uli Sima (SPÖ) auf den Sattel und weihte die neue, rund 2,5 Kilometer lange Radverbindung ein.
"Mit der neuen Radverbindung in Seeböckgasse und Geblergasse haben wir eine komfortable, hochwertige Radroute quer durch zwei Bezirke geschaffen, die es ermöglicht, sicher zur Schule, zum Einkaufen oder in die inneren Stadtbezirke zu radeln. Außerdem haben wir für eine sichere Anbindung zum Gürtelradweg gesorgt“, erklärt Sima.
Lückenschluss und Entsiegelung
In den vergangenen Jahren begannen der 16. und 17. Bezirk mit dem Bau der neuen Radverbindung. Unter anderem wurde im Zuge dieser Maßnahme die Seeböckgasse in Ottakring ab der Sandleitengasse bis zur Wattgasse zur Fahrradstraße.
Weiters wurde die Geblergasse in Hernals von der Wattgasse bis zur Palffygasse umgestaltet. Im Abschnitt zwischen Wattgasse und Kalvarienberggasse wurde eine neue Fahrradstraße errichtet. Hinzu kommt die Verbreiterungen der Gehsteige in diesem Bereich, um Sicherheit zu gewährleisten.
Mit Dezember haben nun auch Radfahrende eine direkte Verbindung von der Geblergasse zum Gürtelradweg am Hernalser Gürtel. Dieser Bereich wurde durch einen neuen Schutzweg sowie eine Ampel gesichert.
- Uli Sima schwang sich sogleich auf den Sattel und erkundete den neuen Radweg.
- Foto: Scheiber/MeinBezirk
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Hinzu kann man sich nicht nur auf sichere Radwege, sondern auch mehr Begrünung in den beiden Bezirken freuen. Nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wurden 58 neue Bäume und 66 Grünbeete gepflanzt. Insgesamt wurden 2.550 Quadratmeter entsiegelt. Trinkbrunnen und neue Sitzmöbel sollen die Aufenthaltsqualität im Sommer erhöhen.
"Mit der neuen Radverbindung entsteht eine komfortable Strecke durch Ottakring und Hernals, mit mehr Grün, mehr Platz für Zufußgehende und weniger Verkehr. Für Hernals bedeutet diese Verbindung sichere Wege und kurze Distanzen im Alltag", betont Bezirksvorsteher von Hernals, Peter Jagsch.
Sicherer Schulweg
Durch diese neue Verbindung sollen auch Kinder vermehrt geschützt werden. Denn in der Seeböck- und Geblergasse befinden sich insgesamt vier Kindergärten, eine Mittelschule und zwei Gymnasien. Darüber hinaus liegen in Gehweite einige weitere Schulen, deren Schülerinnen und Schüler den neuen Radweg mitnutzen können.
- Rund 2,5 Kilometer ist der Radweg durch die zwei Bezirke lang.
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Konkret konnte man bei der Eröffnung erkennen, wie viel Grün durch die Radoffensive in den Straßen Einzug gehalten hat. Ende 2024 wurden bereits am Vorplatz des Hauses der Barmherzigkeit sieben Bäume, mehrere Staudenbeete gepflanzt und ein Pocket-Park mit Sitz- und Liegemöglichkeiten neu gestaltet.
Stefanie Lamp, Bezirksvorsteherin von Ottakring, ist erfreut über die Auswirkungen, die der neue Radweg mitbringt: "Mit der modernen Radverbindung Seeböckgasse/Geblergasse ist auch mehr Aufenthaltsqualität im gesamten Straßenraum eingezogen. Ein besonderes Highlight ist der inklusive Freiraum vor dem Haus der Barmherzigkeit, der für die Bewohnerinnen und Bewohner eine große Bereicherung darstellt."
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