Ottakringer Straße
Unbekannte nehmen Regenbogenzebrastreifen selbst in die Hand
- Die Regenbogenmarkierungen sind plötzlich aufgetaucht, mittlerweile aber nur mehr kaum vorhanden.
- Foto: Grüne Ottakring
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Für die Grünen Ottakring ist ein Regenbogen-Zebrastreifen auf der Ottakringer Straße seit Jahren ein Anliegen, doch bislang scheiterte das Vorhaben an der Verkehrssicherheit. Nun haben Unbekannte den umstrittenen Schutzweg auf eigene Faust mit bunter Sprühfarbe versehen.
WIEN/OTTAKRING/HERNALS. Seit einigen Jahren versuchen die Grünen Ottakring vergeblich, einen Zebrastreifen mit Regenbogenfarben auf der Ottakringer Straße zu etablieren. Auf dem Abschnitt auf der Höhe des Yppenmarkts hätte man dafür auch bereits einen passenden Ort gefunden. Anlässlich des Pride Month im Juni wollte man zuletzt darauf aufmerksam machen, warum das Projekt im Grätzl bislang immer gescheitert ist. Siehe unten mehr.
Auf Nachfrage von MeinBezirk betonte die MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) damals, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit „die Umgestaltung des gegenständlichen Schutzwegs in Regenbogenfarben nicht möglich“ wäre. Kürzlich nahmen Unbekannte daher das Vorhaben in die eigenen Hände.
Polizei prüft Anzeige gegen Unbekannte
So wurde der umstrittene Zebrastreifen eigenhändig mit bunter Sprühfarbe beschmiert, um ihn wie einen Regenbogenzebrastreifen aussehen zu lassen. Bemerkt wurde der farbliche Schutzweg von Mobilitätssprecher Konrad Loimer (Grüne), der daran vorbeigekommen ist. Dass jemand von den Ottakringer Grünen, die den Regenbogen schon länger forderten, sich dafür verantwortlich gezeigt hätte, lehnt der Bezirksrat jedoch vehement ab. Die Unbekannten dürften „aus Eigeninitiative gehandelt haben“, meint Loimer.
- Die Ottakringer Grüne wünschen sich einen Zebrastreifen mit Regenbogenfarben - zuletzt nutzten sie den Pride Month im Juni, um auf ihre Bemühungen aufmerksam zu machen. (Archiv)
- Foto: Grüne Ottakring
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Mittlerweile ist von dem bemalten Regenbogen auch nicht mehr viel übrig, wie die MA 46 auf Nachfrage unterstreicht. Demnach war auch keine Entfernung und Reinigung notwendig, weil „die Farben schon sehr ausgewaschen sind“. Von der Landespolizeidirektion Wien heißt es dennoch, dass das zuständige Stadtpolizeikommando den Sachverhalt prüfen werde, „ob nun eventuell eine Anzeige wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch unbekannte Täter erstattet wird“.
Auf die Fragen hin, ob es durch die Regenbogenfarben in der Zwischenzeit zu gefährlichen Situationen oder Unfällen gekommen sei, unterstreicht die Polizei, dass keine etwaigen Einsätze bekannt seien.
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