SPÖ, Grüne und Neos
Auch in Ottakring möchte man ein Low Traffic Grätzl
- SPÖ-Klubvorsitzender Stefan Jagsch, Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (beide SPÖ), und Neos-Bezirkssprecher Paul Hirczy hoffen auf ein "Low Traffic Grätzl".
- Foto: BV16
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Rund um die Volksschulen Herbststraße und Brüßlgasse könnte in Ottakring ein „Low Traffic Grätzl“ entstehen. SPÖ, Grüne und Neos wollen prüfen lassen, wie der Bereich mit rasch umsetzbaren Maßnahmen vom Durchzugsverkehr entlastet und die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann.
WIEN/OTTAKRING. In den dicht bebauten Wiener Stadtteilen sind die Handlungsmöglichkeiten oft sehr stark begrenzt. Gleichzeitig muss der öffentliche Raum jedoch auch unterschiedlichen Anforderungen entsprechen. Neben sicheren Schulwegen und Raum für Begegnung soll er etwa zur Kühlung beitragen, Begrünung ermöglichen und den Bezirk gut vernetzen.
Mit dem Modell des „Low Traffic Grätzl“ möchte die Stadt Wien Straßenzüge kostengünstig aufwerten. Dabei soll auf Verkehrsumleitungen, Bodenbemalung, mobile Pflanzentröge und Sitzbänke gesetzt werden – im Zentrum des Interesses steht die Verkehrsberuhigung. In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung haben SPÖ, Grüne und Neos jetzt auch für Ottakring ein Gebiet definiert, in dem man sich ein solches Grätzl vorstellen könnte.
Ideen für mögliche Maßnahme gibt es bereits
So möchte man die Bereiche um die Volksschulen Herbststraße und Brüßlgasse genauer ins Visier nehmen – ein entsprechender Antrag dafür wurde auch mehrheitlich angenommen. Die zuständigen Magistratsabteilungen werden darin aufgefordert zu prüfen, wie der Bereich zwischen Herbststraße/Kreitnergasse und Herbststraße/Possingergasse mit rasch umsetzbaren Maßnahmen vom Durchzugsverkehr entlastet und die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann.
- Weniger Verkehr mit kostengünstigen Lösungen wie Pflanzentröge: So sollen Low-Traffic-Grätzl funktionieren. (Visualisierung)
- Foto: ZOOMVP/StadtWienMarketing
- hochgeladen von Luca Arztmann
Auch im Hinblick auf Maßnahmen gäbe es bereits mögliche Wünsche. So könnten etwa Modalfilter oder Diagonalfilter in Kreuzungsbereichen installiert werden, um den Verkehrsfluss zu regulieren. Auch mobile Begrünung und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie neue Sitzgelegenheiten und die künstlerische Gestaltung öffentlicher Flächen wären möglich.
„Ein Low Traffic Grätzl kann mehr Sicherheit rund um die Schulen schaffen und gibt dem Grätzl gleichzeitig Raum für Grün, Begegnung und mehr Lebensqualität“, betont daher auch Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (SPÖ). Gerade rund um Schulen benötige man sichere Wege für die Kinder, ergänzt Paul Hirczy, Bezirkssprecher und Klubobmann der Neos. „Mit einem Low Traffic Grätzl können wir rasch und kostengünstig ausprobieren, was funktioniert – und mit überschaubarem Aufwand mehr Sicherheit und Lebensqualität schaffen“, schließt Hirczy.
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