Hüttelbergstraße
Ein Ghost-Bike für die verunglückte Radfahrerin

100 Leute kamen zur Gedenkfeier am Donnerstag und stellten Kerzen rund um das Ghost-Bike, das für die verunglückte Radfahrerin aufgestellt wurde.  | Foto: Silke Baron (Die Grünen)
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  • 100 Leute kamen zur Gedenkfeier am Donnerstag und stellten Kerzen rund um das Ghost-Bike, das für die verunglückte Radfahrerin aufgestellt wurde.
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Nach einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem am 8. November eine 68-jährige Radfahrerin in der Hüttelbergstraße bei der Kollision mit einem LKW getötet wurde, errichtete die Wiener Fahrrad-Community ein Ghost-Bike an der Unfallstelle.

WIEN/PENZING. Ein Zeichen der Solidarität: Um ihre Betroffenheit und das Mitgefühl mit den Hinterbliebenen auszudrücken und um das "viel zu leicht hingenommene" Töten durch den Autoverkehr sichtbar zu machen, lud die Organisation Ghost Bike Vienna am Donnerstag zum Unfallort in der Hüttelbergstraße. 

Die Rad-Route führte über die Hadikgasse, Deutschordenstraße, Keißlergasse, Bergmillergasse und Hüttelbergstraße zur Kreuzung mit der Bujattigasse. 

Mitfahrende mit Kerzen und Blumen waren willkommen und sind zahlreich erschienen.
 | Foto: Margit Palman
  • Mitfahrende mit Kerzen und Blumen waren willkommen und sind zahlreich erschienen.
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Der letzte tödliche Radunfall in Wien passierte vor dreieinhalb Jahren, was zeigt, dass Wien eine eher sichere Stadt in Bezug auf Radunfälle ist. Der Vergleich mit anderen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder London zeigt zwei Erkenntnisse: In Relation zur Einwohnerzahl passieren in Wien weniger tödliche Radunfälle. Und wenn doch, ist in allen Städten der LKW und dessen Tote-Winkel-Problematik, gepaart mit dem immensen Gewicht, die häufigste Todesquelle.

Das weiß bemalte Ghostbike soll an das Unfallopfer erinnern.  | Foto: Silke Baron (Die Grünen)
  • Das weiß bemalte Ghostbike soll an das Unfallopfer erinnern.
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Die Grünen: "Es darf keine weiteren Verkehrstoten geben"

Die Grünen Penzing setzen sich seit Jahren für einen Radweg in der Hüttelbergstraße ein, vergeblich: "Mehrmals wurden unsere bisherigen Anträge zu einer 30er-Zone in der Hüttelbergstraße abgelehnt. Der seit Ewigkeiten geplante Radweg wurde nicht umgesetzt. Das Überqueren der Straße ist oft nur sehr schwer möglich, die gefahrenen Geschwindigkeiten, die Lärmbelastung und das Verkehrsaufkommen sind zu hoch.
Wir fordern gerade jetzt rasches und unbürokratischeres Handeln, um die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicher zu machen", so Silke Baron von den Grünen Penzing. 

Ihre Forderungen lauten: 

  • Sichere Querungen
  • Baulich getrennte Radwege
  • 30er-Zonen.

Auch sie kam mit ihrem Fahrrad zur Unfallstelle: "Es waren an die 100 Leute bei der Gedenkfeier und der Aufstellung des Ghost Bikes. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Die Leute waren schockiert und tief betroffen. Die Angehörigen waren auch dabei. Die Polizei war sehr sensibel und zum Teil selbst mit dem Fahrrad dort. Ich habe es auch von deren Seite wie eine große Anteilnahme wahrgenommen", so Baron. 

Was ist ein Ghost Bike?

Ghost-Bikes sind weiß bemalte Gedenk­-Fahrräder, die für jene Radfahrer aufgestellt werden, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Zur Erinnerung, zur Mahnung und als Zeichen der Betroffenheit. Die letzten Ghost-Bikes in Wien wurden im Mai 2018 auf der Hohen Warte, im Februar 2018 am Praterstern, im August 2017 am Alsergrund, im Mai 2016 in Simmering, im Juni 2015 beim Hauptbahnhof und im Oktober 2014 in Favoriten errichtet.

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100 Leute kamen zur Gedenkfeier am Donnerstag und stellten Kerzen rund um das Ghost-Bike, das für die verunglückte Radfahrerin aufgestellt wurde.  | Foto: Silke Baron (Die Grünen)
Das weiß bemalte Ghostbike soll an das Unfallopfer erinnern.  | Foto: Silke Baron (Die Grünen)
Die Anteilnahme war groß. Auch Polizisten kamen mit ihren Fahrrädern.  | Foto: Silke Baron (Die Grünen)
Mitfahrende mit Kerzen und Blumen waren willkommen und sind zahlreich erschienen.
 | Foto: Margit Palman
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