Kleingartenverein Ameisbach: Stolperfallen und Unfallgefahr zwischen den Parzellen

Nussallee: Die Gruppe G ist in schlechtem Zustand.
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PENZING. Von ganz oben kann man den Blick von Steinhof bis zum Küniglberg über den Wienerwald und auf die Stadt hinab schweifen lassen. Jeder Sonnenuntergang ist in den Schrebergärten des Kleingartenvereins "Am Ameisbach" ein Erlebnis.

Doch der Weg dorthin ist im wahrsten Sinne des Wortes ein steiniger. Viele der Wege, die durch die rund 400 Parzellen große Anlage führen, sind in einem katastrophalen Zustand. Manche von ihnen sind steil und völlig zerstört. Sie sind Stolperfallen oder schier unüberwindbare Hindernisse, wenn man mit einer Gehhilfe, einem Kinderwagen oder im Rollstuhl unterwegs ist.

Im Winter, wenn die Schlaglöcher und Steinbrocken, das Geröll und die kaputten Stellen noch dazu vereist sind, ist es noch schlimmer. "Eine 85-jährige Dame ist vor einiger Zeit hier hingefallen. Sie hat sich den Oberschenkelhals gebrochen", erzählt Herr Peter, der hier wohnt und auch gerne mit seinem Hund spazieren geht.

Tatsächlich gibt es einige Strecken durch die Anlage, auf denen sich festes Schuhwerk empfiehlt. Sie sind steil und jeder Schritt sollte mit Bedacht gesetzt werden.
"Manchmal schütten sie die Löcher mit Kies zu, doch beim nächsten Gewitter wird das alles wieder weggespült – auch, weil sie die Regenrinnen nicht ausräumen. Die sind völlig verstopft", erklärt Herr Peter die Vorgehensweise des Vereins.

Obmann dementiert

Wolfgang Fehlau ist der Obmann des Kleingartenvereins Am Ameisbach. Er sieht die Verantwortung nicht nur bei sich. "Wir haben im Moment kein Geld für die Wege", sagt er. Man habe in den vergangenen Jahren viel Geld für die Reparatur von Wasserrohren ausgegeben. Außerdem seien es "immer dieselben zwei bis drei Personen, die sich aufregen".

"In der Gruppe L der Anlage haben die Bewohner den Weg selbst asphaltiert. Das könnten die anderen ja auch machen", schlägt er vor. Man wolle aber in den kommenden Jahren mit Sanierungsarbeiten beginnen. Doch die Garteneigentümer seien sowieso selbst für ihre Wege verantwortlich.

Laut Kleingartengesetz sind die Eigentümer für die Reinigung zuständig, nicht aber für allfällige Reparaturen. Dafür ist – egal, ob es sich um Eigentums- oder Pachtgärten handelt – der Verein verantwortlich. Dafür zahlen die 400 Mitglieder auch jährlich einen Beitrag von jeweils 40 Euro.

Nussallee: Die Gruppe G ist in schlechtem Zustand.
Gruppe L: Der Weg wurde, heißt es, von den Bewohnern saniert.

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