Vizebürgermeisterin platzte der Kragen
Baubeginn: Sanierung und Erweiterung des Stadt-Theaters

Der Zubau  beim Stadttheater Grein.
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  • Der Zubau beim Stadttheater Grein.
  • Foto: Kroh&Partner
  • hochgeladen von Robert Zinterhof

GREIN. Baumeister Harald Hürner von Kroh & Partner präsentierte am vergangenen Donnerstag mit Bürgermeister Rainer Barth, Kultur-Stadtrat Lothar Pühringer und der künstlerischen Beraterin Anna Marie Brandstätter die Sanierung und den Zubau des Stadt-Theaters Grein im Alten Rathaus. Baubeginn ist am 12. Oktober. Der barrierefreie Zubau mit Aufzug zum Theater und Räume für Veranstaltungen sollen bis Ende 2020 im Rohbau fertig sein. Der Innenausbau ist bis Ende April 2021 fixiert. Mit Mai 2021 starten die Restaurierungen des historischen Stadt-Theaters und sollen im April 2022 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten von vier Millionen Euro können eingehalten werden. DAnk der guten Preis-Nachverhandlungen konnte sogar ein Finanz-Polster herausgeholt werden.
Kommendes Jahr wird es keine Theater-Saison im Alten Rathaus geben. Soweit es möglich ist, gibt es 2021 eingeschränkte Möglichkeiten für Besuche und Führungen im ältesten noch bespielten Theater Österreichs und im Stadtmuseum.

Abgetragener Holz-Balkon ud Stiege werden Kunstprojekt
Abgerissen werden der Holz-Balkon und der Stiegen-Aufgang zum Theater. Eine Bürgerinitiative machte sich für Balkon und Stiege stark. Für das Bundesdenkmalamt sind Balkon und Stiege aber nicht erhaltenswert.  Das Holz wird nicht entsorgt sondern einem Kunstprojekt zugeführt. Durch die Glasfront im Zubau öffnet sich das Theater. Gleichzeitig wird die freigelegte gotische Fassade sichtbar, Fresken werden freigelegt und am Abend beleuchtet. Eine neue Ausschank und großzügige Vorräume sowie der sanierte Theaterkeller bieten für Hochzeiten und andere Veranstaltungen neue Möglichkeiten.
Das Alte Rathaus war in den vergangenen Jahren ausschließlich der Kultur gewidmet und soll künftig auch für Veranstaltungen für Private und Firmen zugänglich sein.

Mehr Platz
Durch den Zubau kann das Sitzplatz-Angebot im Theater auf 130 Besucher vergrößert werden. Im Theater-Raum wird Platz für einen oder maximal zwei Rollstuhlplätze geschaffen. Erstmals gibt es einen eigenen Bühneneingang. Im Dachgeschoß wird ein Künstlerbereich mit Toilette und Waschraum sowie Raum zur Lagerung der historischen Schätze von Grein, Stadtarchiv, geschaffen. Viel Platz im Dachgeschoß benötigt die Haustechnik mit der Lüftungsanlage.  Damit wird das Raumklima wesentlich verbessert. Hitze im Sommer, Kälte im Winter und die hohe Luft-Feuchtigkeit gehören bald der Vergangenheit an. Lothar Pühringer  betone, dass überaus eng mit dem Bundesdenkmalamt bei den Sanierungsarbeiten und Umbauarbeiten zusammengearbeit wird.

Im Anschluss an die Pressekonferenz gab es im Stadtkino Grein eine öffentliche Präsentation der Zu- und Umbauarbeiten im Stadttheater. Dafür interessierten sich in erster Linie Kulturschaffende aus Grein und Bedienstete der Stadt und stellen Detailfragen.

„Vorgehensweise eine Frechheit“

Im Anschluss an die Pressekonferenz und an die öffentliche Diskussion fand die Gemeinderatssitzung mit dem Tagesordnungspunkt „Altes Rathaus/Stadttheater-Sanierung und Zubau, Auftragsvergaben“ statt. Hier stimmten die Sozialdemokraen nicht mit. Die als ruhig und beonnen geltende Vizebürgermeisterin Fabiola Gattringer in einer Presseerklärung: „ Eigentlich hätte dieser Punkt nicht in die Tagesordnung aufgenommen werden dürfen, weil in Informationen und Unterlagen nicht zeitgerecht Einsicht genommen werden durfte und maßgebliche Entscheidungen erst vor zwei Tagen getroffen wurden. Daher war keine Zeit und Möglichkeit, dies innerhalb der Fraktion vernünftig zu bearbeiten oder zu diskutieren.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Vorgehensweise eine Frechheit ist. Wir sind persönlich schon sehr enttäuscht und finden es schade, dass hier Gemeinderäten, im Speziellen sogar Kulturausschussmitgliedern 1. Einsicht in den Theaterakt und die aktuellen Pläne verweigert wurde, und was uns 2. auch sehr trifft ist, dass heute Nachmittag Pläne und die aktuelle Lage der Presse präsentiert wurde, um 18 Uhr der allgemeinen Öffentlichkeit vorgestellt wurde und wir jetzt hier im Nachhinein als zuständige Behörde darüber abstimmen bzw. die Hand heben sollen. Da reden wir noch gar nicht von der Gemeindeordnung und Fristen oder einem grundsätzlichen Demokratieverständnis, sondern das ist für eine Zusammenarbeit oder ein Miteinander einfach nicht tragbar.
Wir können leider diesen Antrag daher nur ablehnen, weil wir keine Entscheidungsgrundlage vorliegen haben und wir mit dieser Vorgehensweise hier keine Zustimmung verantworten können.“

Die VP ist überzeugt, dass die SP genügend Möglichkeiten für Inforamtionen gehabt hätte und verwies im Gemeinderat auf den sehr engagiert arbeitenden Arbeitskreis, in dem die SP vertreten ist.  "Aber man kann nicht alles an die Öffentlichkeit bringen", so Lothar Pühringer, der sich auf Anfrage nicht weiter zu diesem Thema äußern will.

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