Schwertberg
Gesundheitszentrum mit Altstadtfeeling im Ortskern geplant

Das Zentrum besteht aus fünf Baukörpern.
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  • Das Zentrum besteht aus fünf Baukörpern.
  • Foto: Architekt Gerald Anton Steiner
  • hochgeladen von Helene Leonhardsberger

Das neue Gesundheitszentrum soll den Ortskern beleben. Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest.

SCHWERTBERG. SCHWERTBERG. Konkrete Pläne für die Gestaltung des Gesundheitszentrums (GHZ) in Schwertberg liegen vor. Bürgermeister Max Oberleitner: "Wir wollten ein multifunktionales Zentrum, das den Marktbereich belebt." Die Kosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Kommendes Jahr wird der alte Bauhof abgetragen, um die Fläche fürs GHZ freizuräumen. Danach erfolgt der Baustart.

Gerald Steiner gab den besten Entwurf ab

Die neue Heimat OÖ ist Bauträger des Projekts. Geschäftsführer Robert Oberleitner – nicht mit dem Bürgermeister verwandt – spricht von einem "Leuchtturmprojekt für die Neue Heimat. Wir haben 16 Architekten eingeladen, acht von ihnen haben einen Entwurf abgegeben", berichtet er. Denn die Vision war auf dem dreieckigen Grundstück mit Hanglage nicht einfach umzusetzen. Die Jury, bestehend aus Architekten, der Neuen Heimat sowie Vertretern der Gemeinde, stimmte überein, dass sich das Projekt von Gerald Steiner am besten ins Ortszentrum einfügt. Steiner hat in Schwertberg bereits das 2018 eröffnete Rotkreuz-Zentrum geplant.

"Promenade" vom Marktplatz bis zum Gesundheitszentrum

"Unsere Antivision war ein Fachmarktzentrum am Ortsrand", beschreibt Steiner die Entwicklung. "Eine Aneinanderreihung von Plätzen und öffentlichen Räumen soll das Ortszentrum weiterdenken." Das GHZ selbst ist in fünf teilweise zusammenhängende Baukörper aufgeteilt, die sich um einen erhöhten offenen Platz gruppieren, der als Begegnungszone dient. Für Fußgänger soll eine "Promenade als durchgängige Ortserweiterung vom Marktplatz bis zum GHZ" entstehen. Der Architekt will dadurch "eine Art Altstadtsituation nachempfinden". Das neue GHZ wird quasi das "Portal" zum Ortskern.

Ärztliche Versorgung sichern

Fünf Ordinationen finden vorerst im neuen Zentrum Platz. Die oberen Stockwerke beherbergen 25 altersgerechte Wohneinheiten. Die Bewohner teilen sich Gemeinschaftsgärten auf den Dächern. Ein Fitnessstudio zieht in den Neubau ein. Offen ist derzeit noch, ob im Untergeschoß ein großer Nahversorger Platz findet oder ob mehrere kleinere Einzelhandelsflächen entstehen. "Wir werden zuerst den Bedarf der regionalen Wirtschaft erheben", so Max Oberleitner. Unter den Gebäuden befindet sich eine Tiefgarage mit Parkplätzen.

Allgemeinmediziner, Fachärzte, Gesundheitsdienstleister

Das neue GHZ wird nicht nur Allgemeinmediziner und Fachärzte, sondern auch eine Reihe von Gesundheitsdienstleistern beherbergen. Die Suche nach ebendiesen ist für den Schwertberger Ortschef "der nächste große Schritt". Es zeichne sich ab, dass in den nächsten Jahren die Nachfolge der Hausärzte – alle drei sind über 60 Jahre alt – geregelt werden müsse. "Wir haben uns gerüstet, dass wir das räumliche Angebot stellen", so Oberleitner. Fachärzte und Dienstleister wären auch für jene interessant, die in Schwertberg nur ihren Arbeitsplatz haben. Außerdem: "Derzeit sind in der Gemeinde um die 300 Wohnungen in Bau. Schwertberg wird auf alle Fälle wachsen, das soll sich auch in der medizinischen Versorgung abbilden."

Zur Sache

Ein neuer Bauhof entsteht neben dem Altstoffsammelzentrum in Poneggen. Der alte Bauhof in der Nähe des Marktplatzes wird abgetragen. Auf der freien Fläche im Ortskern beginnt daraufhin der Bau des neuen Gesundheitszentrums (GHZ) – voraussichtlich im Frühjahr 2022. Investor und Bauträger ist die Neue Heimat, die Gemeinde hat sich Mitspracherechte gesichert. Volumen: Rund 10 Mio. Euro. Nutzfläche gesamt: Knapp 5.000 Quadratmeter.

Die Gemeinde möchte Ärzte und Handel bewusst ins Zentrum holen und nicht am Ortsrand ansiedeln. Die rund 300 Meter lange "Promenade" vom Markplatz bis zum GHZ soll "Altstadtfeeling mit moderner Architektur" verbinden, sagt Architekt Gerald Steiner.

Die Pläne und Modelle sind aktuell im zweiten Stock des Schwertberger Gemeindeamts zu sehen.

Schwertberg plant Gesundheitszentrum

Das Zentrum besteht aus fünf Baukörpern.
Bürgermeister Max Oberleitner, Architekt Gerald Steiner und Robert Oberleitner, Geschäftsführer der Neuen Heimat OÖ.

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