Großes Interesse bei Eröffnung der Bewusstseinsregion

Walter Hofstätter, Bürgermeister Langenstein Christian Aufreiter, Landesrätin Birgit Gerstorfer und Bürgermeister St. Georgen/Gusen Erich Wahl (v.l.n.r.)
  • Walter Hofstätter, Bürgermeister Langenstein Christian Aufreiter, Landesrätin Birgit Gerstorfer und Bürgermeister St. Georgen/Gusen Erich Wahl (v.l.n.r.)
  • Foto: BezirksRundschau
  • hochgeladen von Fabian Buchberger

MAUTHAUSEN, LANGENSTEIN, ST. GEORGEN/GUSEN. Im November 2011, also ziemlich genau vor fünf Jahren, bildeten die Bürgermeister der Gemeinden Mauthausen, Langenstein und St. Georgen/Gusen zum ersten Mal einen runden Tisch beim Bundesdenkmalamt. Ziel dieser Diskussion war es, ein Konzept zu entwickeln, um die Geschehnisse in der Region während der NS-Zeit aktiv aufzuarbeiten. Nach mehrerern Workshops mit Beteiligten aus der Bevölkerung, Politik und Wirtschaft, bei dem über 100 Ideen zusammenkamen, wurde die Bewusstseinsregion gebildet. Seit Juni diesen Jahres ist der Verein aktiv. Am 9. November wurde der interkommunale Zusammenschluss feierlich eröffnet. Die Eröffnugnsveranstaltung im AktivPark4222 in St. Georgen besuchten neben Landesrätin Birgit Gerstorfer, auch Vertreter aus Polen und Italien. Besonders erfreulich war die Anwesenheit von Guy Dockendorf, Präsident des Internationalen Mauthausen Komitee, der extra aus Belgien anreiste. Auch das Datum der Eröffnung wurde nicht zufällig gewählt, fand am 9. November 1938 die Reichspogromnacht statt.

Wiederholung verhindern

In Zukunft sollen verschiedenste Arbeitsgruppen, bei dem sich alle Interessierten miteinbringen können, Ideen zur Aufarbeitung entwickeln. "Der negative Impuls der NS-Zeit, soll in etwas postives umgewandelt werden", so Erich Wahl, Bürgermeister von St. Georgen/Gusen. Ein erstes Treffen dieser Gruppen findet am 14. Jänner im AktivPark4222 statt. Auch erste Ideen gibt es bereits. So soll zum Beispiel der Audioweg, der momentan von Mauthausen nach Gusen führt, vergrößert werden.
Die erste große Veranstaltung des internationalen Pilotprojektes wird ein Menschenrechtssymposium, dass nächstes Jahr von 9. bis 12. November stattfindet, sein. "Der offene Umgang mit diesem Thema, soll verhindern, dass sich ähnliche Ereignisse wiederholen", so Langensteins Bürgermeister Christian Aufreiter.

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