Bezirk Perg
Nachprüfung: Rechtzeitig lernen für stressfreien Schulbeginn

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Wenn die Wissenslücken zu groß werden, um sie alleine zu bewältigen, ist Nachhilfe gefragt. Die Aufstiegsregelungen wurden wegen Corona heuer gelockert.

BEZIRK PERG. Ferien müssen sein – auch für Schüler, die im Herbst zur Nachprüfung antreten. Mitte August werde es dann Zeit, mit dem Lernen zu beginnen, bei zwei Nachprüfungen schon Anfang August, meint Uschi Klug vom Hilfswerk Perg, das mobile Lernhilfe im Bezirk Perg anbietet. Die Nachhilfe findet dabei einzeln mit den Schülern zu Hause statt – in jüngster Zeit natürlich unter Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen. "Der Lernstoff soll strukturiert und in Tagesdosen aufbereitet werden", rät Klug. Wichtig sei nicht, wie viele Stunden am Tag geübt werde, sondern auf die Qualität der Lernstunden komme es an. "In der Nachhilfe soll der Stoff erarbeitet werden – dann sollte man selbstständig üben", so die Expertin. Defizite können dann wieder in der Nachhilfe verbessert werden. "Der Nachhilfelehrer hilft, einen Überblick zu verschaffen: Was kann ich? Welches Stoffgebiet braucht mehr Zeit?" Außerdem sei bei der Einzelnachhilfe möglich, auf den Lerntyp des Schülers besonders einzugehen, um mit den optimalen Lerntechniken zu arbeiten. "Wenn Probleme in einem Wissensgebiet auftreten, ist es durchaus sinnvoll, schon während des Schuljahres Nachhilfe zu nehmen. Man kann Defizite so früher abfangen und dem Unterricht wieder leichter folgen. Auch vor Schularbeiten ist es zielführend!", empfiehlt Uschi Klug.

Nachhilfeunterricht im Bezirk Perg

An erster Stelle der gefragtesten Fächer steht traditionell Mathematik, gefolgt von Englisch und Deutsch. In Perg können sich Nachzipf-Kandidaten neben dem Hilfswerk auch an die Schülerhilfe wenden. Außerdem organisiert die Familienakademie Mühlviertel mit dem Motto „Fit für den Schulstart“ in den letzten beiden Ferienwochen Lernwochen für Kinder von der ersten bis zur sechsten Schulstufe, um den Lernstoff in den Hauptgegenständen in lockerer Atmosphäre aufzufrischen. 31. August bis 4. September in Grein, Mauthausen, Ried/Riedmark und St. Georgen/Walde, 7. bis 11. September in Luftenberg, Saxen, St. Georgen/Gusen und Waldhausen.

AK empfiehlt: Preise genau vergleichen

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat Nachhilfeinstitute genauer untersucht. Dabei ergaben sich nicht nur Preisunterschiede, sondern auch Unterschiede bei der Dauer einer Unterrichtseinheit und der Gruppengröße: Einige Schüler nutzen in den Sommerferien Intensivkurse, um sich auf eine Nachprüfung oder den Start ins neue Schuljahr vorzubereiten. Dabei zeigt sich, dass für eine Stunde Unterricht in einer Kleingruppe zwischen 12 und 22,30 Euro zu bezahlen sind. Einzelunterricht kostet zwischen 24 und 48 Euro pro Stunde. Basis für den Vergleich bildet der Preis für einen vierwöchigen Ferienkurs zur Vorbereitung auf eine Nachprüfung. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Preise in der Kleingruppe um durchschnittlich ein Prozent und im Einzelunterricht um 5,5 Prozent gestiegen. Elf Anbieter haben den Preis nicht geändert.
Die Konsumentenschützer empfehlen Eltern, beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten zu achten und die Zahl der Teilnehmer zu berücksichtigen. Je weniger Schüler in einer Gruppe sind, desto intensiver sei die individuelle Betreuung. Eltern sollten sich außerdem erkundigen, ob eine Einschreibgebühr verlangt wird und ob Frühbucherpreise oder Rabatt, etwa bei Blocks, angeboten werden.

Corona rüttelt an Nachprüfungen

Gerade das abgelaufene Schuljahr stellte viele Kinder und Jugendliche vor lerntechnische Herausforderungen. Wochenlang fiel der gewohnte Schulunterricht durch die Corona-Pandemie aus und wurde durch Homeschooling ersetzt. Uschi Klug vom Hilfswerk Perg nimmt an, dass so mancher Schüler mit dem Lernstoff allein überfordert ist. Ob große Lücken durch das Homeschooling entstanden sind, werde sich erst im kommenden Schuljahr zeigen. Der neue Schulalltag betrifft auch die Regelungen für die Versetzung in die nächste Klasse. Denn: Mit einem Fünfer im Zeugnis dürfen Schüler problemlos aufsteigen, auch, wenn sie bereits im Vorjahr die Aufstiegsklausel genützt haben. Bei zwei oder mehr Fünfern entscheidet dieses Mal die Lehrerkonferenz, ob eine Nachprüfung geschrieben werden muss.

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