Großes Kirchenfest gefeiert
Seit 50 Jahren als Priester in Waldhausen engagiert
- 50 Jahre Priester in Waldhausen: Dieses besondere Jubiläum von Karl Michael Wögerer wurde am Sonntag in der Strudengau-Gemeinde gefeiert.
- Foto: Petra Kragl
- hochgeladen von Michael Köck
Am Sonntag, 30. August, erlebte Waldhausen ein ganz besonderes Fest: Pfarrer Karl Michael Wögerer feierte sein 50-Jahr-Jubiläum als Seelsorger in der Gemeinde.
WALDHAUSEN IM STRUDENGAU. Am Vormittag versammelten sich beim Pfarrhof die Festgäste mit den Vereinen und der Pfarrgemeinde zum Einzug in die Stiftskirche. Im übervollen Gotteshaus feierten der designierte Pfarrer der künftigen Pfarre Strudengau Paulinus Anaedu, Festprediger Propst Klaus Sonnleitner vom Stift St. Florian und zwei indische Gastpriester mit dem Jubilar die Dankesmesse. Diese wurde vom Kirchenchor und dem Musikverein Waldhausen, Sänger Robert Holzer und Volksgesang gestaltet.
Vier Organisten spielten auf
Eine Besonderheit war auch, dass mit Josef Kaiserreiner, Teresa Mayrhofer, Manuel Aschauer und Propst Klaus Sonnleitner vier Organisten spielten. Leitgedanke der Predigt von Sonnleitner war ein Wort des Heiligen Augustinus: „Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Priester“. Zum Schluss ging in der Stiftskirche der Festakt über die Bühne. Pfarrgemeinderats-Obmann Franz Furtlehner fand lobende Worte für das langjährige Wirken des Jubilars.
"Generationen von Menschen begleitet"
Bürgermeister Franz Gassner betonte: „Fünf Jahrzehnte – das ist ein halbes Jahrhundert. Für viele von uns bedeutet das: Herr Pfarrer Wögerer war immer schon da. Er hat Generationen von Menschen begleitet – von der Taufe bis zum letzten Abschied. Er hat Kinder auf ihrem Glaubensweg begleitet, Brautpaare gesegnet, Familien in schweren Stunden Trost geschenkt und unzähligen Menschen mit Rat, Zuversicht und Menschlichkeit zur Seite gestanden.“
Alt-LH: Es braucht sinnstiftende Begegnungen
Als besonderer Ehrengast wies Altlandeshauptmann Josef Pühringer, ein jahrzehntelanger Begleiter und Freund des Jubilars, in seiner gewohnt humorvollen, aber tiefsinnigen Ansprache darauf hin, dass wir in unserem Leben, in der Gesellschaft und in der Kirche nicht nur schöne Bauwerke, sondern sinnstiftende Begegnungen in der Gemeinschaft und vor allem auch in der Kirche brauchen.
Geschenk von Gastpriester
Professor Robert Holzer gestaltete den Gottesdienst mit Liedern einladend. Der indische Gastpriester Leeno Kalva, der seit 30 Jahren immer wieder nach Waldhausen kommt, dankte für die langjährige Freundschaft und Aufnahme in der Pfarre Waldhausen. Als Gastgeschenk übergab er dem Jubilar nach indischem Brauch eine in seinem Dorf gewirkte bunte Seidenstola und einen duftenden Kranz aus Sandelholz. Als Geschenk der Pfarre überreichte Wögerer dem langjährigen Gastpriester für seine indische Heimatpfarre einen Kelch.
Anekdoten aus dem Leben präsentiert
Als Überraschung präsentierten in sehr launiger und herzlicher Form die ehemalige Pfarrhaushälterin Agnes Aschauer mit Teresa Mayrhofer und Lukas Aschauer Anekdoten aus dem Leben von Pfarrer Karl Michael Wögerer.
Mit Ausblick bedankt
Zum Schluss bedankte sich der Jubilar bei allen für die vergangenen fünf Jahrzehnte mit einem Ausblick auf die Zukunft der Pfarrgemeinde Waldhausen mit dem Gedanken: "Die Pfarre geht weiter, aber es wird vieles anders. Die Kirche von morgen braucht keine Teilzeitkatholiken, sondern Vollblutchristen. Wir brauchen uns nicht vor der Veränderung zu fürchten, wenn in jeder Pfarrgemeinde eine Handvoll beherzter, begeisterter und kompetenter Christ/Innen die Botschaft Jesu in Freude weitertragen."
Agape bildete den Abschluss
Nach dem Dankgesang waren dann alle zur Agape im Stiftshof, die der Pfarrgemeinderat und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerichtet haben, eingeladen. Eine besondere Freude war es, dass das erste Brautpaar und der erste Täufling von 1976 mitfeierten. So wie Vertreter von FF, Kameradschaftsbund, Rotem Kreuz, Union, Kulturverein, Goldhaubengruppe und Jägerschaft Waldhausen. Die Jagdhornbläser untermalten die Agape mit zwei Stücken musikalisch.
Bericht über das Wirken von Karl Michael Wögerer:
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