Befreiungsfeiern
TV-Doku: "Getrennt durch Stacheldraht. Jugendjahre im KZ Gusen"

Die 2020 erschienene Film-Dokumentation "Getrennt durch Stacheldraht – Jugendjahre im KZ Gusen" wird am 6. und 7. Mai in ORF2 gezeigt.

MAUTHAUSEN. Ihre Biographien könnten unterschiedlicher nicht sein: Während der eine deportiert wird, durchläuft der andere die Nazi-Eliteschule Napola und schüttelt sogar dem Führer die Hand. Ihre Lebenswege kreuzen sich im österreichischen Konzentrationslager Gusen, einem Zweiglager des KZ Mauthausen. Der eine kämpft als Häftling täglich um sein Leben, der andere genießt als Sohn des Lagerleiters Privilegien.

Dušan Stefančič, geboren in Slowenien 1927, erlebt als 14-Jähriger den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht, erledigt Botengänge für den slowenischen Widerstand, wird verhaftet und deportiert. Über die Stationen Dachau, Markirch, Natzweiler und Mauthausen gelangt er schließlich in das Konzentrationslager Gusen. Nur einen Steinwurf davon entfernt lebt der zwei Jahre jüngere Walter Chmielewski, 1929 geboren in München. Nach Kriegsausbruch zieht seine Familie nach St. Georgen an der Gusen. Sein Vater ist SS-Hauptsturmführer Karl Chmielewski, der den Auftrag hat, dort ein Konzentrationslager zu errichten. Er wird als der erste Lagerleiter traurige Berühmtheit als „Der Teufel von Gusen“ erlangen.

Zum ersten Mal begegenen sich Stefančič und Chmielewski nach 75 Jahren persönlich. Zu sehen in ORF2 am 6. Mai um 22.45 Uhr und als Wiederholung am 7. Mai um 11.55 Uhr. Länge: 54 Minuten.

Die Befreiungsfeier 2020 findet virtuell statt

Die heurige Befreiungsfeier wird virtuell durchgeführt: Sonntag, 10. Mai, von 11 bis 12 Uhr. Live zu sehen unter https://www.mkoe.at/gedenk-und-erinnerungsarbeit/gedenk-und-befreiungsfeiern sowie live auf ORFIII.

Die virtuelle Befreiungsfeier wird von 26. April bis 20. Mai 2020 von virtuellen Gedenkwochen umrahmt. In dieser Zeit werden Kurzvideos von KZ-Überlebenden und Zeitzeugen, mit Berichten von den Befreiern, Statements von Opferorganisationen, Botschaftern, lokalen Gedenk-Initiativen usw. gezeigt.

Hörpfade binational sind online

Bürger aus den Regionen Dachau in Oberbayern und Mauthausen – Gusen – St. Georgen in Oberösterreich haben im Audioguide-Projekt „Hörpfade binational“ gemeinsam erforscht, welche Rolle die NS-Vergangenheit heute noch in ihrer Heimat spielt. Ihre Audios erzählen von Dirndl-Schneiderinnen und Heimatforschern, vom Erinnern und Verdrängen, von Tatsachen und Legenden.

Die zweite Staffel der Podcast-Serie konnte noch kurz vor dem Corona-Shutdown in Österreich produziert werden. Nun sind alle 15 Audios online abrufbar: Auf https://www.br.de/medienkompetenzprojekte/inhalt/hoerpfade-2020-mauthausen-nationalsozialismus-erinnerung-100.html sowie über die „Klingende Landkarte“ des Bayerischen Volkshochschulverbands, https://www.klingende-landkarte.de/ Die „Hörpfade binational“ sind ein Projekt auf Initiative des Bayerischen Volkshochschulverbands, der Medienkompetenzprojekte des BR und der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St.Georgen. Finanziell unterstützte es u. a. der Regionalentwicklungsverband Dachau AGIL mit EU-Fördergeldern.

Bundespräsident besuchte KZ-Gedenkstätte Mauthausen

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