Nationalratswahl: Katsdorferin ist Mühlviertel-Spitzenkandidatin der Grünen

Dagmar Engl

KATSDORF, MÜHLVIERTEL, OÖ. Dagmar Engl wurde am vergangenen Samstag auf den 4. Listenplatz der Landesliste zur Nationalratswahl 2017 der Grünen Oberösterreich und zur Grünen Spitzenkandidatin im Mühlviertel gewählt. Das vierte Mandat auf der Landesliste ist laut den Grünen das "Kampfmandat" um den Einzug in den Nationalrat.

"Menschen müssen im Kleinen angesprochen, in der unmittelbaren Umgebung begeistert werden" so das Motto der leitenden Flugbegleiterin und ausgebildeten Wirtschaftspädagogin, die seit 2012 politisch aktiv ist und seit 2015 für die Grünen im Katsdorfer Gemeinderat und Gemeindevorstand sitzt.

Herzensthema: Frauen in der Kommunalpolitik

"Frauen in der Kommunalpolitik sind mein Herzensthema" meint die Grüne Spitzenkandidatin. Insbesondere am Land seien Frauen in politischen Gremien besonderen Herausforderungen ausgesetzt, das Frauenbild sei für Engl manchmal schlicht und einfach unakzeptabel. Viele würden sich dem erst gar nicht aussetzen wollen. Dem Druck, dem persönlichen Untergriffen, den Machtspielchen aus alten Strukturen.

"Das gilt es zu ändern!" So die Mühlviertlerin, die anderen engagierten Frauen Mut machen will. Ihre Energie auch an andere weiterreichen möchte. "Denn letztendlich brauchen wir nicht über Frauenquoten in Spitzenfunktionen zu diskutieren, wenn wir es nicht schaffen, Strukturen zu schaffen, die eine aktive, gleichgestellte und respektvolle Mitarbeit von Anfang an, auf allen Ebenen ermöglichen." Frauen müssen, so Engl, hinein in die Amtsstuben, auf die Bürgermeistersessel, in kommunale Entscheidungsgremien! Auch, um dem Thema Landflucht entschieden entgegenzusetzen.

Dafür möchte sie sich einsetzten, ebenso für eine klar definierte Sozialpolitik, Arbeitsplätze, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch fairen Arbeitsbedingungen unterliegen. "Zukunftsorientierte Betriebe, denen menschenfreundliche Personalpolitik und ressourcenschonende Nachhaltigkeit ein Anliegen sind, verdienen nicht nur Anerkennung sondern auch gezielte Förderungen", sagt Engl.

Kontrolle, wo Grüne im Gemeinderat sitzen

Wo Grüne im Gemeinderat sitzen, gebe es strenge Kontrolle: Nicht immer zum Gefallen der etablierten Parteien. Kontrolle über Gemeindefinanzen aber auch bezüglich einer nachhaltigen und kreativen Ortsentwicklung, massvollem Flächenverbau sowie verantwortungsvoller Umwidmungspolitik.

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