Frauentag im AMS Perg
25 Prozent weniger Lohn für gleiche Arbeit - Teilzeit fördert Altersarmut

Christa Hochgatter, Claudia Frank-Luger, Monika Müksch, Bsrbara Stadlbauer, Monika Buchinger, Doris Jungwirth, Carmen Halbmayr.
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  • Christa Hochgatter, Claudia Frank-Luger, Monika Müksch, Bsrbara Stadlbauer, Monika Buchinger, Doris Jungwirth, Carmen Halbmayr.
  • Foto: Robert Zinterhof
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PERG. Zum Frauentag im Arbeitsmarktservice (AMS) Perg konnte AMS Leiterin Christa Hochgatterer an die 100 interessierte Frauen begrüßen. „Mehr als 50 Prozent unseres Budgets reservieren wir für Frauen. Frauen verdienen noch immer ein Viertel weniger als Männer bei gleicher Arbeitsleistung. Arbeitssuchende Frauen zu stärken ist mir immer ein großes Anliegen“, sagt Christa Hochgatterer.

Frauen: Um die Hälfe geringere Pension
Interessantes hörten die Zuhörerinnen zum Thema „Vollzeit-Teilzeit, Auswirkungen auf Lebenseinkommen und Pension“ von Claudia Frank-Luger, Rechtsreferentin der Arbeiterkammer Perg. „Wir sind die Kümmerer“, brachte es die Referentin auf den Punkt. Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Haushalt bescheren Frauen oft viele Jahre Teilzeitarbeit oder gar eine Anstellung als geringfügige Beschäftigte. Die Folgen: In Oberösterreich bekommt ein Man eine durchschnittliche Pension von 2023 Euro. Frauen müssen sich mit 1.051 Euro brutto begnügen. Die so genannte freiwillige "Höherversicherung" ist eine Möglichkeit, um die staatliche Pension zu erhöhen. Wenigverdienerinnen rät Claudia Frank-Luger von einer privaten Altersvorsorge ab. Bei einer Ausgleichszulage wird die private Pension gegengerechnet. Bitter für geringfügige Beschäftigte ist, dass es nach einem Arbeitsplatzverlust kein Arbeitslosengeld gibt.

100.000 in OÖ armutsgefährdet

In Oberösterreich gibt es derzeit 100.000 armutsgefährdete Personen. In erster Linie sind das alleinerziehende Frauen, Pensionistinnen und Frauen mit geringem Einkommen. „Schlecht bezahlte Branchen werden von Frauen erobert“, stellte nicht nur Claudia Frank-Luger fest.

Diskriminierung wahrnehmen

Claudia Frak-Luge appellierte, immer nach höherer Bildung und Qualifizierung zu trachten. „Auch mit 40 Jahren kann man eine Lehre machen. Wir Frauen müssen die Diskriminierung an uns selber wahrnehmen und dagegen auftreten“, ist Claudia Frank-Luger überzeugt, dass nur so die Altersarmut von Frauen bekämpft werden kann.

Vielfalt an AMS Angeboten

Monika Buchinger organisierte mit ihren Kolleginnen Barbara Stadlbauer, Doris Jungwirth und Carmen Halbmayr den Frauentag. Monika Buchinger stellte das vielfältige AMS-Angebot für Frauen vor. Die Angebote im FrauenBerufs-Zentrum sind vielfältig: Kontaktaufbau zu Betrieben, Bildungseinrichtungen, Workshops zur Erweiterung und Stärkung der Kompetenzen, Weiterbildsungangebote usw. Jeden Mittwoch findet von 13.30 bis 16.30 der „Job-Treff“ statt. Hier gibt es auch individuelle Beratung zu alle Themen rund um die berufliche Weiterbildung.

Lachen macht Leben leichter

Monika Müksch, Lachmuskel- und Intuitionstrainerin, gab Einblicke in die Lachforschung. Die Lachfreudigkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten kleiner geworden, die Ernsthaftigkeit nimmt zu. Konstruktives Lachen entspannt, macht gesund, selbstsicher, schön, erotisch, erfolgreich löst Konflikte, Glückshormone werden ausgeschüttet usw. Mit praktischen Übungen brachte Monika Müksch die Frauen zum Lachen. Die Anwesenden bekamen auch n Einführung in die Methode des Lachyoga, damit sie herzhaftes Lachen ohne Grund herbeiführen können. Den Frauen hat es sichtlich gefallen und sie haben für einige Zeit den Alltag vergessen können.

Autor:

Robert Zinterhof aus Perg

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