Klimawandel
Pielachtal ist KLAR! Region

KAM-Managerin Edith Kendler, Bürgermeister Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal und Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein
  • KAM-Managerin Edith Kendler, Bürgermeister Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal und Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein
  • Foto: Bildrechte Regionalbüro Pielachtal
  • hochgeladen von Katharina Gollner

Eine von Niederösterreichs Regionen, die sich einer positiven Anpassung an den Klimawandel verschrieben hat, ist die Kleinregion Pielachtal. Die acht Pielachtal-Gemeinden verstehen die Bewältigung der Klimakrise als gemeinsame Aufgabe.

PIELACHTAL (pa). Besonders in Zeiten wie diesen, wird besonders bewusst, wie wichtig Zusammenhalt und lokale und kurze Wertschöpfungsketten sind. Die Kleinregion Pielachtal forciert und lebt dies seit der Gründung des Vereins Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal im Jahr 1996. Um diesen zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum sicherzustellen, werden in den nächsten zwei Jahren insgesamt 12 Maßnahmen zur positiven Anpassung an den Klimawandel umgesetzt.

Für Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal Kurt Wittmann ist hinsichtlich der Klimakrise rasches Handeln angesagt:

„Auch wenn wir uns derzeit in der Coronakrise befinden, müssen wir auch an die Zeit danach denken. Das Ausmaß der Klimaveränderung wird vom weltweiten Erfolg beim Klimaschutz abhängig sein. Im Pielachtal bereiten wir uns neben den Aktivitäten zum Klimaschutz auf den Klimawandel vor. Damit möchten wir die Identität der Landschaft erhalten und die BewohnerInnen sollen sich in unserem Pielachtal weiter wohl fühlen können.“

Ende März 2020 erhielt die Kleinregion Pielachtal die positive Zusage für das Förderprogramm „KLAR – Klimawandel- Anpassungsmodellregionen“ des Klima- und Energiefond. Damit kann nun die Umsetzung der Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel finanziert und angegangen werden.

KLAR! Informationszentrale

Das Regionalbüro Pielachtal ist Drehscheibe des Projekts und Ansprechstelle für die Bevölkerung sowie AkteurInnen und Gemeinden in der Region. Die Umsetzung der Maßnahmen werden von Klimawandel-Anpassungsmodellregionsmanagerin Edith Kendler, langjährige und erfahrene Mitarbeiterin im Regionalmanagement, koordiniert. Ihre Motivation auf den Punkt gebracht: „Mit den Aktivitäten zum Klimaschutz vermeiden wir, was sich nicht bewältigen lässt. Die Anpassung an den Klimawandel bedeutet, bewältigen was sich nicht vermeiden lässt! Danach werden wir gemeinsam handeln.“ Die neu gestaltete Website klar.pielachtal.at informiert zum Thema Klimawandel -anpassung sowie laufend zu den Aktivitäten der KLAR! Region.

Die Kleinregion hat sich für 12 Maßnahmen entschieden, welche der Jury des Klima- und Energiefonds in einem Anpassungskonzept vorgelegt und genehmigt wurden. Dabei ist rund die Hälfte der Themen mit dem Wasser eng verbunden.

Regen und Trockenheit sind die Herausforderungen

Im Jahresdurchschnitt wird sich die Regenmenge nur geringfügig ändern. Allerdings wird die Regenhäufigkeit abnehmen, dafür aber die Intensität zunehmen. Nahezu alle Bereiche des Klimawandels haben direkt oder indirekt mit Wasser zu tun. In einer übergeordneten Leitlinie wird gemeinsam mit den Gemeinden die Bedeutung des Wassers und der Umgang damit festgelegt. Diese Leitlinie soll auch auf Maßnahmen gegen Bodenversiegelung, Hangwasser-Management, Wasserspeicherung sowie Hochwasserschutz und Flußökologie zurückgespiegelt werden.

Land- und Forstwirtschaft im Klimawandel

Mit Landwirten soll an Lösungen gearbeitet werden, welche auch bei einem stärkeren Klimawandel noch eine nachhaltige Grünlandwirtschaft im Pielachtal zulassen. Ziel ist es Betriebe im Einklang mit ihren Flächen und der Natur und zukunftsfähige Szenarien für die heimische Landwirtschaft zu schaffen. Zudem werden unter Einbindung von AkteurInen und ExpertInnen gemeinsam sinnvolle Konzepte zur Waldbewirtschaftung im Klimawandel etabliert.

Kommunale Herausforderungen im Klimawandel

Der Klimawandel hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit der Gemeinden. Alle Bereiche unseres Lebens-, Wirtschafts- und Naturraums sind davon betroffen. Um den Folgen des Klimawandels auf kommunaler Ebene zu begegnen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen werden kommunale Aufgabengebiete klimafit gemacht. Unter anderem will man sich aktiv in Bezug auf das Grünraum-Management, Mikroklima, Ökologie, integratives Regenwassermanagement, Neophytenmanagement, etc. auseinandersetzen.

Die weiteren Maßnahmen zur Klimawandelanpassung haben mit Mobilität, Adaption Energiesystem, Gesundheit, Bauen und Wohnen zu tun. Zudem sieht man beim Dirndlstrauch eine große Chance, denn sie gehört zu jenen heimischen Pflanzen, welche besonders hitzeresistent und klimafest ist.

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