19.06.2017, 15:00 Uhr

Ötscherreich stärkte Pielachtal

Tourismusobmann Gerhard Hackner ist zufrieden. (Foto: privat)

"ÖTSCHER:REICH" ist Vergangenheit, wirkt im Pielachtal trotzdem noch nach. Inwiefern - wir haben nachgefragt.

REGION (rg). Während der Landesausstellung im Jahr 2015 herrschte in der Region Aufbruchstimmung. Das Tal rund um die rote Dirndl wurde regelrecht herausgeputzt - aber was ist wirklich nachhaltig?
Franz Größbacher, Ortschef von Frankenfels: "Vorweg ist einmal die Straßeninfrastruktur (Landesstraße in der Laubenbachmühle, Kreuzung Bundesstraße) und die Gehsteig- und Parknebenanlagen zu erwähnen. Die Generalsanierung der gesamten Nixhöhlenanlage, Gemeindealm Eibeck und die Werbeoffensive (Videos, Druck)" - das sind alles Dinge, die für die Ausstellung, aber letzlich für die Zukunft geschaffen wurden.

Es war ein Miteinander

"Viel wichtiger war aber das Miteinander mit den Vereinen, Institutionen, Schulen. Vom Kindergartenkind bis zum/zur SeniorIn hat sich aktiv in das 'Leben rund um die NÖ Landesausstellung' eingebracht", so Größbacher.

Tourismus: Stärke des Tals

Tourismusobmann des Pielachtals, Gerhard Hackner, ist sich sicher, dass das Tal von der Ausstellung profitiert hat: "Der Ausflugstourismus ist im Landesausstellungsjahr wesentlichen angestiegen und bis heute eine große Stärke des Pielachtales geblieben. Die touristischen Fahrgastzahlen der Mariazellerbahn sind gegenüber 2014 nachhaltig gestiegen und weiterhin auf einem steigendem Niveau. Beim Nächtigungstourismus hat unsere Region im Jahr 2015 eindeutig von der Landesausstellung profitiert. Das Pielachtal erreichte ein Topergebnis mit 50.230 Nächtigungen, was einem Plus von 13,5 Prozent entspricht. Im Folgejahr hatten wir ein Minus – die Nächtigungen haben sich auf dem Stand der Vorjahre eingependelt." Frankenfels verzeichnete beim Ausflugsverkehr eine wesentliche Steigerung: Beispiel Nixhöhlenbesucher im Jahr 2014: 4.259, Landesausstellungsjahr 2015: 8.752, ein Jahr nach der Ausstellung 2016: 8.710.

"Profit" ist enorm

Hackner weiß, dass auch andere Bereiche neben dem Bekanntheitsgrad und der Marke "Pielachtal - das Tal der Dirndl" profitiert haben: "Der Absatz an Dirndlprodukten ist weiter angestiegen und bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben ein wesentliches Standbein oder sogar ein Haupterwerbszweig geworden.
Die 'neue Mariazellerbahn' hat im Jahr 2015 ein neues Rekordaufkommen an Fahrgästen erreicht und sich als überregionales Ausflugs-Highlight etabliert."

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