Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz: Einsatzfahrer muss gelernt sein

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REGION PURKERSDORF (red). EinsatzfahrerInnen beim Roten Kreuz, welche jährlich mehrere hunderttausende Kilometer im Sinne der Bevölkerung bewältigen, haben nicht nur eine Verantwortung gegenüber den PatientInnen und der Fahrzeugmannschaft, sondern auch gegenüber dem gesamten Straßenverkehr. Auf diesem Grundgedanken bauen alle Aus- und verpflichtenden Fortbildungen für Einsatzfahrer der Rotkreuz-Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz auf.

1000 gefahrene Kilometer erforderlich

Die Ausbildung zu einem so genannten „Sicheren Einsatzfahrer“ umfasst einen theoretischen und praktischen Teil um überhaupt mit Fahrzeugen des Roten Kreuzes fahren zu dürfen. Einsatzfahrten mit Blaulicht und Folgetonhorn beinhaltet dies aber noch nicht. Hierfür sind mindestens 800 Einsatzstunden als SanitäterIn sowie 1000 gefahrene Kilometer erforderlich. Weiters müssen Fahrten mit erfahrenen AusbildungsfahrerInnen absolviert werden, die selbst bereits zahlreiche Einsatzfahrten absolvierten. Auf die großen Voraussetzungen angesprochen meint Walter Eichinger, Lehrbeauftragter für Sichere Einsatzfahrer: „Sobald eine Einsatzfahrt mit Blaulicht und Folgetonhorn begonnen wird, befindet sich jeder Einsatzfahrer in einer Ausnahmesituation in welcher das Verhalten aller anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkannt und eingeschätzt werden muss um entsprechend darauf reagieren zu können, ohne dabei den Zeitfaktor außer Acht zu lassen.“.

Es handelt sich hierbei um ein besonderes Spannungsfeld aus Zeit und Sicherheit, welches stets eine besondere Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund gibt es neben der umfangreichen Ausbildung regelmäßige verpflichtende theoretische sowie praktische Fortbildungen. Bei einer fahrdynamischen Fortbildung bekommen die EinsatzfahrerInnen die Möglichkeit ihr praktisches Können beispielsweise im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum in Teesdorf einerseits unter Beweis zu stellen bzw. zu verbessern. Die Fahrtechnikinstruktoren achten hierbei auf jede Kleinigkeit. In den speziell für EinsatzfahrerInnen zugeschnittenen Kursen wird neben den üblichen Brems- und Schleudermanövern mit den Rettungsautos auch ein Parcour mit diversen Hindernissen absolviert, in welchem die Zeit gemessen wird.

Restrisiko nie auszuschließen

„Es werden weder Kosten noch Mühen gescheut um unsere Einsatzfahrerinnen und Einsatzfahrer am höchstmöglichen fahrtechnischen Level zu halten.“, erzählt Markus Ulreich, Bezirksstellenkommandant von Purkersdorf-Gablitz. „Das Restrisiko, welches leider nie ganz ausgeschlossen werden kann, wird durch die intensive Ausbildung und die regelmäßigen Fortbildungen auf einem sehr geringen Niveau gehalten.“, so Ulreich abschließend.

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