Wirtshauskultur ist Gold wert

Richard Kramel mit seiner Brigitte: Das Ehepaar und seine Wirtekollegen bringen in Wolfsgraben die Leute zusammen.
  • Richard Kramel mit seiner Brigitte: Das Ehepaar und seine Wirtekollegen bringen in Wolfsgraben die Leute zusammen.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bettina Talkner

WOLFSGRABEN. Das Erscheinungsbild Wolfsgrabens ist hauptsächlich durch den Wienerwald geprägt, die Gemeinde präsentiert sich als ruhiges Erholungs- und Wohngebiet. Zu schätzen wissen dies 1.700 Hauptwohnsitzer, aber verzeichnet werden auch 137 aktive Wirtschaftskammer-Mitglieder. Als deren Sprachrohr fungiert Gerti Krejci, Obfrau des örtlichen Wirtschaftsbundes sowie Ausschussmitglied der Wirtschaftskammer Außenstelle Purkersdorf. "Der Großteil der Unternehmer im Ort bietet verschiedenste Dienstleistungen an. Klassische Ladengeschäfte des täglichen Bedarfs haben wir allerdings nicht, der letzte Greißler schloss vor wenigen Jahren", schildert sie.
Hier gilt "Hoch lebe die Wirtshauskultur", denn umso größer ist die Bedeutung der Gaststätten. "Als Nahversorger und sozialen Treffpunkt bietet Wolfsgraben jedoch drei gut besuchte Gasthäuser – das Dreimäderlhaus, Zum klanan Lausbuam und Oliver - sowie eine Vinothek", ist Krejci froh.

Bedeutende Einnahmequelle

Diese Wirtshäuser dienen nicht nur der Verpflegung, als Retter wenn einmal Eier oder Milch ausgegangen sind oder als Schmiede für soziale Kontakte. Sie stellen auch eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde Wolfsgraben dar. "So gehört das alteingesessene Dreimäderlhaus – Gasthaus Kramel mit seinen durchschnittlich 16 Mitarbeitern, zu einem der größten Kommunalsteuerzahlern des Ortes", weiß Gerti Krejci.
Seit 1981, also 36 Jahren, betreibt Richard Kramel das Dreimäderlhaus mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Brigitte. Entstanden ist das Gasthaus etwa im Jahr 1865, während es seinen heutigen Namen wohl 1945 erhielt. Einige Einrichtungsstücke lassen bewusst den originalen oder seit der Übernahme existierenden Zustand erkennen. Dieses rustikale und gemütliche Flair macht auch den Charme des Hauses aus.

Wenn die Chefs aufkochen

Das Dreimäderlhaus ist aufgrund seiner Alteingesessenheit sowie seiner gutbürgerlichen Küche auch über die Ortsgrenzen hinweg bekannt. So zählen auch viele Wiener, insbesondere der Gegend Westeinfahrt und Breitenfurt, zu den Stammgästen des Wirte-Ehepaares Kramel, das noch selbst den Kochlöffel schwingt. Zu seinen Spezialitäten gehören selbstgemachte Bratwürste, Wildwürste, Leberknödel, Forellen sowie Spare-Ribs und Grillhühner vom Holzkohlegrill. "Zu uns kommen immer wieder auch Touristen, etwa aus Deutschland oder der Schweiz", erzählt Hausherr Richard Kramel. Die Zufriedenheit seiner Gäste führt zu guter Mundpropaganda, weshalb das Dreimäderlhaus nach wie vor ohne Internetauftritt auskommt.

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